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Stuttgart trennt sich von Großkreutz

Fußball - 2. Bundesliga

Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart hat sich mit sofortiger Wirkung von Weltmeister Kevin Großkreutz getrennt. Das gaben die Schwaben am Freitag bekannt. Der noch bis 2018 laufende Vertrag mit dem 28-Jährigen ist demnach "einvernehmlich" aufgelöst worden.

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03.03.2017

Emotional verabschiedete sich der frühere Nationalspieler vom VfB Stuttgart. Mit Tränen in den Augen akzeptierte Kevin Großkreutz das Aus beim VfB Stuttgart als drastische Konsequenz seiner Party-Laune - und vorläufig auch von seiner Profi-Karriere. Sein nächtlicher Ausflug hat ihm seine Zukunft beim Zweitliga-Tabellenführer vermasselt. Der Klub löste den Vertrag mit dem Rechtsverteidiger mit sofortiger Wirkung auf.

Ich möchte nicht einfach so abhauen. Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut.
Kevin Großkreutz

Großkreutz bedauert Fehler

«Ich werde jetzt erstmal ruhiger machen», sagte Großkreutz. Er wolle zunächst mit dem Profi-Fußball nicht zu tun haben. Sichtlich gezeichnet und mit einer grauen Mütze auf dem verletzten Kopf bezog Großkreutz am Freitag Stellung und konnte seine Gefühle nicht zurückhalten. Seine Stimme stockte, er weinte, mit der Hand fuhr er sich vors Gesicht. «Ich möchte nicht einfach so abhauen. Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut», sagte der 28-Jährige. «Ich habe mich mit dem Verein identifiziert. Trotzdem ist es jetzt so gekommen. Ich kann mich dafür nur entschuldigen.»

Großkreutz (28) war in der Nacht auf Dienstag im Anschluss an eine Party in Stuttgart in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Der sechsmalige Nationalspieler erlitt Kopfverletzungen und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Kurzes Intermezzo beim VfB

Großkreutz war im Januar 2016 für 2,2 Millionen Euro vom türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul an den Neckar gewechselt. Sein Vertrag dort lief noch bis 2018. Die Trennung soll am Donnerstagabend nach einem mehrstündigen Gespräch zwischen Großkreutz und der Vereinsführung vereinbart worden sein.

Präsident Wolfgang Dietrich hatte am Donnerstag verkündet, der VfB könne nach dem Vorfall nicht zur Tagesordnung übergehen. Manager Jan Schindelmeiser hatte betont, der Klub werde "gewissenhaft und verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen". Trainer Hannes Wolf nannte das Geschehene "keine schöne Geschichte", betonte aber, für mögliche Konsequenzen sei nicht er, sondern der Verein verantwortlich.

Immer wieder Großkreutz

Großkreutz ist nicht das erste Mal außerhalb des Fußballplatzes in die Schlagzeilen geraten. In seiner Zeit bei Borussia Dortmund hatte er nach dem DFB-Pokal-Finale 2014 in die Lobby eines Hotels uriniert. Kurz davor hatte er mit der sogenannten "Döner-Wurf-Affäre" für Aufregung gesorgt. Bundestrainer Joachim Löw nahm ihn trotzdem mit zur WM nach Brasilien, wo er allerdings als einer von drei Feldspielern nicht zum Einsatz kam.

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