Sechs Neulinge im DFB-Kader

Löw nominiert Kader für Confed Cup

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Mit sechs Neulingen, darunter auch Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim, tritt die deutsche Nationalmannschaft beim Confed Cup in Russland an. Bundestrainer Joachim Löw nominierte erstmals neben Wagner auch Lars Stindl, Marvin Plattenhardt, Kerem Demirbay, …

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8 min
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Video verfügbar bis 17.05.2018, 17:02

Joachim Löw macht aus der WM-Generalprobe also ein großes Experiment. Vor allem Wagner ist wohl seine überraschendste Entscheidung: "Sandro hat eine andere Art und Weise zu spielen", erklärte Löw. Der Hoffenheimer bringe "eine besondere Note" in das Geschehen: "Er hat in den letzten zwei Jahren in der Bundesliga viele Tore erzielt." Auch Torhüter Kevin Trapp von Paris Saint-Germain hat noch kein Länderspiel bestritten, war aber im A-Aufgebot bereits dabei.

Reus, Gomez und Kruse nicht dabei

"Das ist ein Sommer mit besonderen Herausforderungen", sagte Löw bei der Bekanntgabe seines Aufgebots in der DFB-Zentrale. Zahlreiche etablierte Kräfte bekommen eine Pause. Im "Perspektivkader" für den Konföderationen Pokal stehen mit Matthias Ginter, Julian Draxler und Shkodran Mustafi nur noch drei Weltmeister. Nicht im Aufgebot sind der Dortmunder Marco Reus und der Wolfsburger Mario Gomez. Auch ein Comeback des Bremers Max Kruse im DFB-Team wird es nicht geben.

"Der Confed Cup ist ein Zwischenstation, wo wir unsere Erfahrungen machen", sagte Löw und betonte nochmals: "Über allem stehen die WM 2018 und der Weg nach Moskau. Die WM ist das allergrößte Turnier." Das stark veränderte Löw-Team wird in der Gruppe B zunächst am 19. Juni in Sotschi gegen Australien antreten. Drei Tage später folgt die Partie in Kasan gegen Chile. Am 25. Juni ist wieder in Sotschi Afrikameister Kamerun der Kontrahent.

"Wir werden uns ab 4. Juni genauso professionell vorbereiten, wie wir das immer vor den Turnieren wie EM und WM getan haben", versprach Löw. Das Fehlen zahlreicher deutscher Top-Spieler dürfte bei Gastgeber Russland und der FIFA allerdings auf wenig Gegenliebe stoßen. Löw musste zusammen mit U21-Coach Stefan Kuntz abwägen, welches Talent besser den Confed Cup oder die praktisch zeitgleich vom 16. bis 30. Juni laufende U21-Europameisterschaft spielen sollte. "Die perfekte Lösung gibt es jetzt nicht. Es gibt Spieler, die hätten beiden Mannschaften gut getan", sagte Löw.

Der Kader für den Confed Cup

Neun potenzielle Stammspieler fehlen Kuntz

Die U21-Nationalmannschaft muss also ohne die zahlreichen Confed-Cup-Fahrer zur EM nach Polen reisen. Gleich neun potenzielle Stammspieler fehlen im Aufgebot von U21-Coach Stefan Kuntz und nehmen stattdessen am Confederations Cup teil. Angeführt wird das noch 25-köpfige Nachwuchs-Aufgebot, das Kuntz am Mittwoch gemeinsam mit Löw in Frankfurt bekanntgab, vom Schalker Max Meyer, dem Bremer Serge Gnabry und Kapitän Maximilian Arnold. Während des Trainingslagers im Juni wird der Kader noch auf 23 Profis reduziert.

Mit dem Wolfsburger Yannick Gerhardt und dem Leverkusener Jonathan Tah stehen lediglich zwei weitere Profis mit Erfahrungen im A-Nationalteam im U21-Kader. Komplettiert wird das Aufgebot durch weitere Spieler mit Erfahrung in der U21 und der Bundesliga, etwa den Berliner Niklas Stark, den Gladbacher Mahmoud Dahoud, den Leipziger Davie Selke und die Hoffenheimer Nadiem Amiri und Jeremy Toljan. "Wir haben auch junge Spieler dabei, das ist eine gute Mischung, auf die ich mich sehr freue", sagte Kuntz. "Wenn man beide Aufgebote sieht: Das ist ein Wahnsinnspotenzial."

Die U21-EM findet vom 16. bis 30. Juni in Polen statt. Die DFB-Auswahl spielt in der Vorrunde gegen Tschechien (18. Juni), Dänemark (21. Juni) und Italien (24. Juni).

Der U21-Kader

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