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Zahl der Tsunami-Opfer steigt weiter

In Indonesien ist die Zahl der Tsunami-Opfer auf mehr als 280 gestiegen. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 1.000 Menschen verletzt.

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24.12.2018
24.12.2018

Nach der Tsunami-Katastrophe in Indonesien suchen Rettungsteams auf den Inseln Java und Sumatra weiter nach Überlebenden und Opfern. Die Zahl der Toten stieg bis Montag auf mindestens 281, wie der indonesische Katastrophenschutz mitteilte. Sprecher Sutopo Nugroho rechnete damit, dass sie sich weiter erhöhen werde. Mehr als 1.000 Menschen wurden verletzt, etwa 60 galten als vermisst. Fast 12.000 Menschen verloren ihr Zuhause.

Der Gouverneur der Hauptstadt Jakarta, Anies Baswedan, schickte 13 Ärzte- und Rettungsteams in die besonders betroffenen Provinzen Lampung an der Südspitze von Sumatra und Banten im Westen Javas. Daneben waren auch Kräfte diverser Hilfsorganisationen im Einsatz, etwa vom Indonesischen Roten Kreuz, das vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt wird. Bisher hat Indonesien nicht um internationale Hilfe gebeten. Die Küstenregion um die Sunda-Meerenge ist wegen ihrer Nähe zur Hauptstadt Jakarta ein beliebtes Urlaubsziel. Deutsche seien nach bisherigen Erkenntnissen nicht betroffen, teilte das Auswärtige Amt mit.

Ohne Vorwarnung in der Dunkelheit

Der Tsunami hatte die Küstengegenden ohne Vorwarnung bei Dunkelheit am Samstagabend getroffen. Er folgte nach Behördenangaben einem Vulkanausbruch auf der vulkanischen Insel Anak Krakatau. Das Frühwarnsystem habe nicht gegriffen, weil es nur auf Erdbeben - und nicht auf Unterwasser-Erdrutsche oder Vulkanausbrüche - ausgerichtet sei, teilte der Katastrophenschutz mit. "Ohne das Frühwarnsystem konnten wir kein Potenzial für einen Tsunami entdecken", sagte Sprecher Nugroho.

Ein örtlicher Regierungsvertreter auf der Insel Sebesi, die dem Vulkan am nächsten liegt, sagte dem Nachrichtensender Metro TV, die erste Welle sei zwischen zwei und drei Meter hoch gewesen. Ihr sei eine weitere, etwa vier Meter hohe Welle gefolgt.

Es war der zweite tödliche Tsunami, der in diesem Jahr Indonesien traf. Ein Tsunami an der Insel Sulawesi am 28. September war von einem starken Erdbeben begleitet worden, das Bewohnern vor dem Tsunami eine kurze Vorwarnung gegeben hatte. Am Samstagabend bebte der Boden nicht vor der ankommenden Welle, die Gebäude innerhalb von Sekunden verwüstete und verängstigte Konzertbesucher an einem Strand ins Meer zog.

Quelle: dpa, AP

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