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"Alan Kurdi" und "Ocean Viking" - Rettungsschiffe dürfen in Häfen

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Nach tagelanger Fahrt auf offenem Meer dürfen zwei Rettungsschiffe nun doch Häfen in Italien ansteuern. Auch das anschließende Prozedere scheint geregelt.

Die "Alan Kurdi" gehört der Organisation Sea-Eye. Archivbild
Die "Alan Kurdi" gehört der Organisation Sea-Eye. Archivbild
Quelle: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa

Die Rettungsschiffe "Alan Kurdi" und "Ocean Viking" dürfen italienische Häfen anlaufen. Das Innenministerium in Rom habe ihnen Messina und Pozzallo als sichere Häfen zugewiesen, meldeten Nachrichtenagenturen. Die EU-Kommission habe bereits das Verfahren zur Verteilung der Geretteten eingeleitet. Frankreich und Deutschland etwa hätten sich zur Aufnahme bereit erklärt.

Die "Alan Kurdi" hatte 84 Menschen gerettet, von denen nach Notevakuierungen noch 61 an Bord waren. Auf der "Ocean Viking" waren noch 60 Menschen.

19 Minderjährige gerettet

Die "Alan Kurdi" hatte in der vergangenen Woche ursprünglich 84 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aufgenommen. Einige von ihnen wurden bereits nach Italien gebracht. Die "Ocean Viking" hatte am vergangenen Donnerstag 60 Flüchtlinge von einem Holzboot gerettet, darunter 19 Minderjährige. Das italienische Innenministerium erklärte, die EU-Kommission habe bereits das Verfahren zur Verteilung der Flüchtlinge eingeleitet. Einige Länder, darunter Deutschland und Frankreich, hätten sich bereit erklärt, einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen.

Deutschland, Frankreich, Italien und Malta hatten sich im September auf einen vorläufigen Verteilungsmechanismus für die Aufnahme von geretteten Flüchtlingen geeinigt. Damit soll verhindert werden, dass Schiffe mit Flüchtlingen weiter tage- oder wochenlang auf hoher See ausharren müssen, bis die Verteilung geklärt ist und die Migranten an Land gehen können. Der Mechanismus ist als Übergangslösung gedacht, bis das Asylsystem der EU überarbeitet werden kann.

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