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"Deutschenmädchen" - Norwegen entschuldigt sich

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"Deutschenmädchen" waren Norwegerinnen, die eine Liebesbeziehung mit deutschen Soldaten hatten. Nach dem Krieg ließen die norwegischen Behörden sie dafür büßen.

Erna Solberg, die Ministerpräsidentin von Norwegen.
Erna Solberg, die Ministerpräsidentin von Norwegen.
Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Norwegen hat sich offiziell bei Frauen entschuldigt, die sich im Zweiten Weltkrieg mit einem deutschen Soldaten eingelassen hatten und nach Kriegsende deswegen misshandelt wurden. "Die norwegischen Behörden haben den Grundprinzipien des Rechtsstaats zuwidergehandelt", sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Von 1940 bis 1945 hatten bis zu 50.000 Norwegerinnen ein Liebesverhältnis zu einem deutschen Soldaten. Nach dem Krieg wurden die Frauen beschimpft, öffentlich misshandelt und interniert.

Sie verloren ihre norwegische Staatsbürgerschaft und wurden außer Landes geschickt. Solberg räumte ein, dass die Entschuldigung sehr spät komme.

Die meisten dieser Frauen leben inzwischen nicht mehr. Grund sei, dass es lange gedauert habe, bis jemand seine Geschichte erzählen wollte. Er ist in den letzten Jahren sei das Ausmaß bekannt geworden.

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