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"Falsche Hoffnungen" - Kurz kritisiert Seenotretter

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Österreichs Ex-Kanzler Kurz steht für eine restriktive Migrationspolitik. Das macht er auch in der aktuellen Debatte um Seenotrettung klar.

Sebastian Kurz, Ex-Bundeskanzler von Österreich. Archivbild
Sebastian Kurz, Ex-Bundeskanzler von Österreich. Archivbild
Quelle: Barbara Gindl/APA/dpa

Österreichs früherer Regierungschef Sebastian Kurz hält es für falsch, dass Hilfsorganisationen im Mittelmeer gerettete Migranten nach Europa bringen. "Sie wecken damit nur falsche Hoffnungen und locken damit womöglich unabsichtlich noch mehr Menschen in Gefahr", sagte der ÖVP-Politiker der "Welt am Sonntag".

Nur wenn Europa sicherstelle, dass jeder, der sich illegal auf den Weg macht, in sein Herkunftsland oder in ein Transitland zurückgebracht wird, werde das Ertrinken enden, sagte er.

Kurz steht für eine restriktive Migrationspolitik, die auf einen Ausbau des Schutzes der EU-Außengrenzen und einen strengeren Umgang mit Immigranten im Inland setzt.

Gefährliche Überfahrt in meist überfüllten Schlauchbooten

Vor rund einer Woche war die deutsche Kapitänin Carola Rackete in Italien festgenommen worden, nachdem ihr Schiff trotz des Verbots im Hafen der Insel Lampedusa angelegt hatte. Am Samstag legte das Schiff "Alexa" der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea in Lampedusa an. Ein drittes Schiff, die "Alan Kurdi" der Organisation Sea-Eye mit 65 Migranten an Bord, nahm am Sonntag Kurs auf Malta, nachdem der italienische Innenminister Matteo Salvini mit einem harten Vorgehen gedroht hatte.

Die meisten im Mittelmeer geretteten Migranten haben sich von Libyen aus auf die gefährliche Überfahrt in meist überfüllten Schlauchbooten gemacht. In dem nordafrikanischen Staat werden die Menschenrechte jedoch in vielen Fällen massiv verletzt.

Das Weltstrafgericht in Den Haag untersucht mutmaßliche Verbrechen in den Flüchtlingslagern. Dabei geht es um Tötungen, Vergewaltigungen und Folter. Zudem tobt in Libyen ein bewaffneter Machtkampf. Erst vergangene Woche starben 44 Menschen bei einem mutmaßlichen Luftangriff auf ein Internierungslager mit afrikanischen Migranten.

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