Sie sind hier:

"Fridays for Future"-Demos - FDP-Chef verschärft Kritik an Schulstreiks

Datum:

Die Demonstrationen von Schülern für eine andere Klimapolitik sind FDP-Chef Lindner schon länger ein Dorn im Auge. Nun äußert er erneut Kritik.

Christian Lindner, Vorsitzender der FDP.
Christian Lindner, Vorsitzender der FDP.
Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

FDP-Chef Christian Lindner hat seine Kritik an den freitäglichen Schulstreiks für das Klima verschärft. Er habe "ein Problem damit, dass diese Proteste während der Schulzeit stattfinden." Das sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Es mache ihn "fassungslos, dass Schulschwänzen von manchen Politikern heiliggesprochen wird" - hier handele es sich schließlich um einen Regelbruch, betonte Lindner. Auch Arbeitnehmer dürften ja während der Arbeitszeit nicht demonstrieren.

Und Streiks seien nicht für allgemein politische Zwecke möglich, sondern nur für die Tarifauseinandersetzung.

Lindner verteidigt Äußerung zu Thunberg

Zugleich verteidigte Lindner seine umstrittene Bemerkung im Zusammenhang mit der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, Klimaschutz sei etwas für Profis. "Manche Mitbewerber wollten mir nur die Worte im Mund rumdrehen", sagte der FDP-Parteichef. Er habe nämlich gerade nicht sich oder andere Politiker gemeint, sondern Ingenieure und Techniker. Es gehe ihm um die beste technische Umsetzung der Klimaziele von Paris.

Zugleich kritisierte Lindner die Vorgaben der Bundesregierung zur Einhaltung der Klimaziele. Was die Regierung betreibe, sei eine "Karikatur von Planwirtschaft". Grundsätzlich sei er gegen den Ansatz, feste Einsparziele für den Verkehr oder die Landwirtschaft vorzugeben. "Man kann doch gar nicht wissen, wo wann welcher technologische Quantensprung gelingt."

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) legten beim Auto einseitig eine Technologie fest, nämlich die Elektromobilität, kritisierte Lindner. Technologische Alternativen wie synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren würden dagegen nicht berücksichtigt. Das sei eine "vorsätzliche Schädigung" der deutschen Wirtschaft.

Ob "Fridays For Future" oder beim Urheberrecht - junge Menschen fühlen sich derzeit oft ungehört. Kommunikationsexpertin Römmele erklärt im Interview, was die Politik falsch macht.

"Fridays for Future"-Demonstration in Berlin am 15.03.2019

Politologin Römmele im Interview - "Parteien sollten Impuls der Jugend nutzen"

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.