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Verband gegen Ende der 1. Klasse

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"Grober Unfug" - Verband gegen Ende der 1. Klasse

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Der Fahrgastverband der Deutschen Bahn lehnt eine Abschaffung der 1. Klasse in Regionalzügen ab. Linke-Chef Bernd Riexinger hatte zuvor diesen Vorschlag eingebracht.

1. Klasse in einer Regionalbahn. Archivbild
1. Klasse in einer Regionalbahn. Archivbild
Quelle: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger fordert, die 1. Klasse in Regionalzügen abzuschaffen. Seinen Vorstoß begründet er mit überfüllten Bahnen in der 2. Klasse bei gleichzeitig kaum genutzten 1.-Klasse-Abteilen.

Bei der Deutschen Bahn hieß es, die Umwandlung aller 1.-Klasse- in 2.-Klasse-Bereiche "würde die Sitzplatzkapazität nur sehr geringfügig erhöhen". Gerade auf längeren und touristisch geprägten Strecken werde der Komfort der 1. Klasse von zahlreichen Fahrgästen geschätzt, die dafür auch bereit seien, einen Aufpreis zu bezahlen. "Der Anteil der 1.-Klasse-Kapazitäten ist über die Jahre zurückgegangen, allerdings wird dieses Angebot weiterhin in vielen Regionen nachgefragt", fügte ein Bahnsprecher am Donnerstag hinzu.

Der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), lehnte Riexingers Anregung als "sozialistische Gleichmacherei" ab.

Die Bahn erläuterte, die Konzernsparte DB Regio fahre im Auftrag der Besteller von Ländern und Kommunen und richte sich nach ihren Ausstattungswünschen. DB Regio hat im Regionalverkehr einen Marktanteil von zwei Dritteln. In der 1. Klasse der DB-Regionalzüge gibt es nach Unternehmensangaben 64.802 Plätze, in der 2. Klasse sind es 931.934. Demnach befinden sich 6,5 Prozent aller Plätze in der 1.Klasse.

Eine Abschaffung der 1. Klasse würde die Platzprobleme in überfüllten Zügen auch aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn nicht lösen. "Das ist grober Unfug", sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der dpa. Die 1. Klasse werde zwar nicht überall gebraucht, wohl aber im Berufsverkehr oder bei längeren Regionalexpress-Fahrten. "Wenn ich mehr Platz schaffen will, brauche ich längere Züge", sagte Naumann.

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