Sie sind hier:

"Ibiza-Video" in Österreich - Wien ermittelt gegen Ex-FPÖ-Chef Strache

Datum:

Es geht um Untreue: Nach der Veröffentlichung des Strache-Videos ermittelt nun die Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen den früheren Vizekanzler und FPÖ-Chef.

Heinz-Christian Strache (m.) erklärt auf einer Pressekonferenz am 18.05.2019 seinen Rücktritt
Heinz-Christian Strache erklärt auf einer Pressekonferenz am 18. Mai 2019 seinen Rücktritt.
Quelle: AP

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien hat im Zusammenhang mit dem "Ibiza-Video" Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-Fraktionschef Johann Gudenus (FPÖ) eingeleitet. Konkret gehe es um den Vorwurf der Untreue, sagte ein Sprecher der Behörde. Es werde zudem gegen weitere Unbekannte ermittelt.

Die Ermittlungen betreffen das "Ibiza-Video", in dessen Folge die rechtskonservative Regierung in Österreich zusammenbrach.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" hatten das Video am 17. Mai veröffentlicht. Die 2017 heimlich gefilmten Aufnahmen zeigen den damaligen Parteichef Strache sowie den Fraktionschef der FPÖ im österreichischen Parlament, Johann Gudenus, im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Investorin über Formen politischer Einflussnahme.

Behauptung und Dementis

In dem Video ist Strache zu hören, wie er unter anderem behauptet, dass einige wichtige Unternehmer zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro über einen parteinahen Verein an die FPÖ gespendet hätten. Diese reagierten mit Dementis. Einen Tag nach der Veröffentlichung trat Strache als Parteichef und Vizekanzler zurück, Gudenus trat sogar aus der Partei aus.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft interessiert sich auch für den FPÖ-Abgeordneten Markus Tschank, dessen Immunität am Donnerstag aufgehoben wurde. Tschank war in mehreren FPÖ-nahen Vereinen aktiv.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.