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Gauland-Kritik an Strache-Video

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"Kriminelle Machenschaft" - Gauland-Kritik an Strache-Video

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Die Veröffentlichung des Ibiza-Videos hat Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Strache zu Fall gebracht. AfD-Chef Gauland sieht "einen Menschen vorgeführt".

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat das folgenschwere Strache-Video als "kriminelle Machenschaft" bezeichnet und die Veröffentlichung des heimlichen Mitschnitts kritisiert. "Das Video hätte man nicht veröffentlichen müssen", sagte Gauland in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

"Die Art, wie man hier einen Menschen vorgeführt hat, geht über das politische, öffentliche Interesse hinaus." Aus Gaulands Sicht hätten die Erkenntnisse aus den Aufnahmen auch diskreter genutzt werden können.

"Man hätte das, was an politischen Informationen in dem Video drin ist, veröffentlichen können und das Video als Beleg dafür, dass das die Wahrheit ist, aufheben können." Wie zuvor schon der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Jörg Meuthen, stellte auch Gauland klar, dass die FPÖ ungeachtet des Skandals "natürlich" weiterhin die Schwesterpartei der AfD sei. "Ich kann doch nicht das Fehlverhalten eines Menschen der Partei anlasten."

Haslauer: "Österreich ist anders"

Der Landeshauptmann des Bundeslandes Salzburg, Wilfried Haslauer (ÖVP), sieht die FPÖ unterdessen langfristig sogar wieder auf dem Weg zu einer Regierungsbeteiligung. "Man kann jetzt nicht auf immer und ewig sagen, das wird nie wieder etwas mit der FPÖ", sagte Haslauer in der Sendung. Dafür sei die FPÖ "zu stark in Österreich verankert". Aber er machte auch klar: "Österreich ist anders und kein Ibiza-Video."

Für Haslauer ist das Video der traurige Höhepunkt einer Serie von Einzelfällen, die Kanzler Kurz mit den Worten "Genug ist genug" beendet hat. "Die Regierung war sehr beliebt und hat inhaltlich sehr gut funktioniert, aber politisch hinterlässt das einen Nachgeschmack", fügte der Landeshauptmann hinzu und betonte, dass die FPÖ sich selbst "rausgeschossen" habe.

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