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2.000 Mails zur "Bielefeld-Verschwörung"

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PR-Aktion der Stadt, die es nicht gibt - 2.000 Mails zur "Bielefeld-Verschwörung"

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Großes Echo auf die Marketing-Aktion zur "Bielefeld-Verschwörung": Die Stadt hat 2.000 Mails bekommen - alle wollen beweisen, dass es Bielefeld nicht gibt. Wer holt die Million?

Ortsschild von Bielefeld
Gibt es Bielefeld gar nicht? Wer liefert den ultimativen Beweis?
Quelle: imago

Die Stadt, die es vermeintlich nicht gibt, hat auf ihren Wettbewerb zur "Bielefeld-Verschwörung" ein weltweites Echo erhalten. Bis zum Einsendeschluss in der Nacht zum Donnerstag seien mehr als 2.000 E-Mails von Menschen eingegangen, die schlüssige vermeintliche Beweise vorlegen wollten und sollten, dass es Bielefeld tatsächlich nicht gebe. Das teilte das Stadtmarketing, das sich diesen erfolgreichen Marketing-Gag ausgedacht hatte, mit.

Rund 300 der Einsendungen seien aus dem Ausland gekommen, zum Beispiel aus den USA, aus Kanada, Russland, Indien, Japan und Neuseeland. Eingegangen seien durchaus fantasievolle Beiträge von Kinderbildern über Gedichte, handgezeichnete Comics bis zu literarischen Aufsätzen. Anlass des Wettbewerbs ist das 25. Jubiläum der "Bielefeld-Verschwörung" in diesem Jahr.

Eine Million Euro zu gewinnen

Die Stadt hatte die Marketing-Aktion "#Bielefeldmillion - Das Ende einer Verschwörung" vor zwei Wochen gestartet. Seitdem wurde weltweit in den Medien darüber berichtet, darunter in der BBC, im "Sydney Morning Herald" oder in der indischen "Hindustan Times". Auf Twitter gehörte der Hashtag #Bielefeldmillion zwischenzeitlich zu den Top-Themen. "Für den ultimativen Beweis", dass es Bielefeld nicht gibt, lobte die Stadt ein Preisgeld von einer Million Euro aus. Einsendeschluss war der 4. September um 24 Uhr.

Die Legende von der Stadt, die es nicht gibt, ist eine bewusst stirische Verschwörungstheorie, die auf den Kieler Informatikstudent Achim Held zurückgeht, der 1994 im Internet seinen satirischen Text veröffentlichte. Darin wurde behauptet, dass es die Stadt nicht gebe und deren angebliche Existenz eine Verschwörung sei. Damit wollte sich der Student über Verschwörungstheorien im Allgemeinen lustig machen. Held gehört zu den Unterstützern des Wettbewerbs, den die Stadt gemeinsam mit dem Bielefelder Stadtmarketing ausrichtet.

"Die meisten Einsender haben sich große Mühe gegeben, ihre Beweise ebenso humorvoll zu formulieren, wie unsere Aktion auch gedacht ist", sagte Martin Knabenreich, Geschäftsführer des Bielefelder Marketing.

Der Sieger soll am 17. September verkündet werden

Viele beriefen sich in ihren Texten auch auf die Wissenschaft. "Da wird die Existenz Bielefelds mit Argumenten aus der Quantenphysik angezweifelt, philosophisch wird der Begriff 'Existenz' gedreht und gewendet, komplizierte mathematische Berechnungen lassen eine ganze Großstadt auf dem Papier verschwinden", erklärte die Stadt. Das Marketing-Team wird die Argumente in den kommenden zwei Wochen gemeinsam mit Experten prüfen, am 17. September soll das Ergebnis vorgestellt werden.

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