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250.000 Euro - Säureopfer bekommt Schmerzensgeld

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Eine Frau geht in Hannover spazieren. Dann springt ihr Ex-Freund aus einem Busch und schüttet ihr Säure ins Gesicht. Nun wird ihr Schmerzensgeld zugesprochen.

Schmerzensgeld nach Säure-Attacke zugesprochen. Archivbild
Schmerzensgeld nach Säure-Attacke zugesprochen. Archivbild
Quelle: Holger Hollemann/dpa

Das Säureopfer Vanessa Münstermann hat 250.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Diese Entscheidung verkündete das Landgericht Hannover.

Anfang 2016 war die damals 27 Jahre alte Kosmetikerin von ihrem Ex-Freund mit Schwefelsäure übergossen worden. Sie lag mehrere Tage im Koma und wurde mehr als 20 Mal operiert. Sie verlor ein Auge und ein Ohr, Narben zerfurchten die Haut. Der jetzt 35 Jahre alte Täter war bereits zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Urteil eher symbolisch?

Dennoch ist es fraglich, ob Münstermann das Schmerzensgeld tatsächlich erhält. Der Täter ist nach Angaben seines Anwalts pleite. Münstermann kann nun 30 Jahre lang mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers versuchen, zumindest an einen Teil des Geldes zu kommen.

Die Eltern des Täters hatten Münstermann einige Monate nach der Tat 50.000 Euro gegeben. Weitere 100.000 Euro hatten sie in Aussicht gestellt - allerdings mit der Bedingung, dass Münstermann nicht mehr öffentlich über den Täter spricht. "So ein Schweigegeld kann ich nicht akzeptieren", hatte Münstermann damals betont.

Vor zwei Jahren erlitt Vanessa Münstermann schwerste Verletzungen durch einen Säureangriff ihres Ex-Freundes. Anstatt zu verzweifeln wurde sie selbst aktiv. Und: sie hat ihr ganz persönliches Glück gefunden.

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