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Rettungsschiff darf in Italien anlegen

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363 Migranten an Bord - Rettungsschiff darf in Italien anlegen

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Italien hat in den vergangenen Monaten Rettungsschiffen erlaubt, anzulegen, wenn andere EU-Staaten einen Teil der Menschen aufnehmen. Auch "Open Arms" darf nun anlegen.

Das Rettungsschiff «Open Arms».
Das Rettungsschiff der gleichnamigen Organisation "Open Arms" darf in Italien anlegen. (Archivbild)
Quelle: Salvatore Cavalli/AP/dpa/Archivbild

Italien hat einem Schiff mit 363 Migranten an Bord erlaubt, anzulegen. Die Insassen dürften am Hafen von Pozzallo auf Sizilien "erstmals seit langer Zeit wieder an Land gehen", teilte die Rettungsorganisation Open Arms mit. Deren Schiff hatte die Migranten bei fünf Rettungsaktionen an Bord genommen.

Sie waren den Angaben zufolge auf in Seenot geratenen Booten unterwegs, die Schleuser in Libyen in den vergangenen Tagen auf See geschickt hatten. Malta habe dem Rettungsschiff die Einfahrt in einen sicheren Hafen nicht gestattet.

Zuletzt hatte Matteo Salvini Zugang verboten

Die Crew setze nun ihre Hoffnungen auf Italien, sagte Missionschef Gerard Canals. Er habe Sorge, dass den Menschen auf dem Schiff das Essen ausgehen könne. Das Schiff habe etwa 30 Kilogramm Reis an Bord, was noch für etwa zwei Tage ausreiche.
In den vergangenen Monaten hatte die Regierung in Rom anderen Rettungsschiffen mit Migranten an Bord das Anlegen erlaubt, dafür jedoch die Bedingung genannt, dass andere EU-Länder einige der Menschen aufnehmen. Etliche Staaten kamen dem nach.

Italiens letzte Regierungskoalition, der die rechte Partei Lega angehörte, hatte privaten Rettungsschiffen auf Geheiß des damaligen Innenministers Matteo Salvini noch den Zugang zu italienischen Häfen verboten. In der Folge harrten Crew und Migranten oft tagelang auf See aus - oder sahen sich gezwungen, bis nach Spanien weiter zu fahren.

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