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ADFC-Geschäftsführer Stork - "Brauchen gute, getrennte Radwege"

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40 Jahre nach seiner Gründung geht dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Arbeit nicht aus. Bundesgeschäftsführer Stork fordert im ZDF mehr Sicherheit für Radfahrer.

Es gibt immer mehr Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland. Auch die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt sind, hat zugenommen. "Wir wollen natürlich, dass mehr Menschen Fahrrad fahren, aber dass sie es sicherer tun", sagt Burkhard Stork, der Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), im ZDF Morgenmagazin.

Um mehr Sicherheit zu gewährleisten, brauche es "wirklich gute, getrennte Radwege, die ganz klar geführt werden", so Stork. Es gehe darum, dass jeder Radfahrer, aber auch jeder Autofahrer genau wisse, wo er oder sie hingehöre. Außerdem betont der Geschäftsführer des ADFC, wie wichtig es sei, dass diese Radwege nicht einfach irgendwo im Nirgendwo enden würden. "Das ist in Deutschland leider häufig so", sagt Stork. Ein flächendeckendes Netz wäre nötig.

Niederlande und Dänemark als Vorbilder

Die Politik begreife langsam, wie wichtig die Thematik sei. Stork setzt seine Hoffnung unter anderem auf das am vergangenen Freitag beschlossene Klimapaket, aber vor allem auch auf die Politik in den Städten, die sei nämlich ohnehin sehr pragmatisch. "Die wissen jetzt schon, dass wir ein Stauproblem haben. Die wissen jetzt schon, dass sie ihre Funktionsfähigkeit im Verkehr nur mit viel mehr Radverkehr erhalten können", erklärt Stork.

In den Niederlanden und in Dänemark sind Radfahrer deutlich seltener in Unfälle verwickelt. "Dort gibt es genau lesbare Kreuzungen", sagt Stork. "Dort wissen Radfahrer und Autofahrer, wo sie hingehören." Zudem seien Aufstellflächen für Radfahrende so gebaut, dass sie beispielsweise für LKW-Fahrer besser sichtbar sind. In Deutschland fehle ein klares Design noch.

ADFC feiert 40-jähriges Jubiläum

Der ADFC wird am Freitag 40 Jahre alt. Am 27. September 1979 war die ADFC-Satzung verabschiedet worden. Der Bremer Verkehrsberater Jan Tebbe und 17 Mitstreiter riefen den Verein als "fahrradpolitisches Gegengewicht zu den starken Interessensverbänden des Automobils" ins Leben, so der ADFC.

Mit mehr als 185.000 Mitgliedern ist der Club nach eigenen Angaben heute die größte Radfahrer-Interessenvertretung hierzulande und weltweit.

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