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40 Prozent mehr als im Vorjahr - 18.000 Flüchtlinge lernen Handwerk

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Von allen Flüchtlingen, die derzeit eine Ausbildung absolvieren, lernt jeder Zweite im Handwerk. Der Handwerkspräsident fordert für sie eine Bleibeperspektive.

Ein Mann arbeitet an einem Schraubstock. Archivbild
Ein Mann arbeitet an einem Schraubstock. Archivbild
Quelle: Maja Hitij/dpa

Im Handwerk machen in diesem Jahr mehr junge Flüchtlinge eine Lehre. "Wir haben jetzt rund 18.000 Geflüchtete aus den acht häufigsten Asylzugangsländern in der Ausbildung, das sind um die 40 Prozent mehr als im Vorjahr", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem "Tagesspiegel".

"Wir übernehmen diese Integrationsleistung, weil wir das können, doch der Aufwand ist schon enorm", so Wollseifer. Daher müssten die, die bereits hier sind und ausgebildet worden seien, auch dableiben können.

"Jeder zweite Betrieb sucht Leute"

Die Branche leide indes unter Fachkräftemangel, führte Wollseifer aus: "Uns fehlen 250.000 Arbeitskräfte, jeder zweite Betrieb sucht Leute." Deutlich sprach er sich gegen eine Mindestausbildungsvergütung aus, die die Bundesregierung Anfang kommenden Jahres einführen wolle. "Ich sehe einfach die Gefahr, dass manche Betriebe nicht mehr ausbilden können. Auf der Strecke bleiben dann vor allem weniger leistungsstarke Jugendliche, die ohne Lehrstelle dastehen. Gut gemeint ist manchmal eben nicht gut gemacht", sagte der Handwerkspräsident.

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