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472 Hektar großes Sperrgebiet - Madrid verbannt Autoverkehr

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Die hohe Luftverschmutzung fordert in Madrid jedes Jahr rund 2.000 Menschenleben. Doch damit soll dank des Projekts "Madrid Central" nun Schluss sein.

Madrid führt «historische» Verkehrseinschränkungen ein.Archivbild
Madrid führt «historische» Verkehrseinschränkungen ein.Archivbild
Quelle: Emilio Naranjo/EFE/dpa

Madrid hat im Kampf um bessere Luft und weniger Lärm einen beträchtlichen Teil des Autoverkehrs aus der Innenstadt verbannt. Das Projekt "Madrid Central" der Stadtverwaltung trat in Kraft. In das 472 Hektar große Sperrgebiet der spanischen Hauptstadt dürfen nur noch Anwohner und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs fahren.

Die Zeitung "El Pais" bezeichnete die Einschränkungen historisch. Damit sollen die Stickstoffdioxid-Emissionen um 40 Prozent gesenkt werden.

Bußgeld erst ab März

Nicht-Anwohner und Taxis brauchen eine Umweltplakette, um über die auf den Straßen mit roten Linien gekennzeichneten Grenzen zu fahren. Die Plakette können nur Benziner und dieselbetriebene Autos erhalten, die ab den Jahren 2000 beziehungsweise 2006 zugelassen wurden. Für Zulieferer gibt es eine Frist zur Modernisierung des Fuhrparks.

Ausgenommen vom Fahrverbot sind unter anderem Besucher von Anwohnern sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Anbieter "unerlässlicher Dienste" sowie elektrisch oder mit Gas betriebene Fahrzeuge sowie Autos mit Hybridantrieb. Wer ohne Erlaubnis in das gesperrte Gebiet fährt und dabei erwischt wird, wird vorerst nur "informiert". Ab März wird ein Bußgeld von 90 Euro fällig.

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