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56 Jahre Berliner Mauer - Symbol für Trennung und Tod

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Sie stand für Trennung und Tod: Vor 56 Jahren begann die SED mit dem Bau der Berliner Mauer. Zum Jahrestag haben Politiker und Zeitzeugen der Opfer der früheren Grenzanlagen gedacht.

In Berlin wird an den Bau der Mauer vor 56 Jahren erinnert. In einer Andacht wird auch der Menschen gedacht, die durch das DDR-Grenzregime ums Leben kamen.

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Zum 56. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer haben Politiker und Zeitzeugen in Berlin der Opfer der innerdeutschen Teilung gedacht. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD), erinnerten in der Bernauer Straße an die Todesopfer der Mauer.

Dort, wo einst die Grenze zwischen Ost- und Westberlin verlief, legte Grütters einen Granz nieder. Der Opfer von Mauer, Teilung und staatlicher Repression würdig zu gedenken, bleibe elementarer Bestandteil der gesamtstaatlichen Erinnerungskultur, sagte sie. Zuvor hatten die Politiker in der Kapelle der Versöhnung an einer Andacht teilgenommen.

Zentrale Gedenkveranstaltung im Babelsberger Park

28 Jahre teilte die Mauer Berlin und trennte Familien, Freunde und Kollegen. Die Stiftung Berliner Mauer mit der Gedenkstätte in der Bernauer Straße wird jährlich mit 1,26 Millionen Euro aus Grütters Ressort gefördert. Die Arbeit von Gedenkstätten und Zeitzeugen sowie die Aufarbeitung der Geschichte hätten einen entscheidenden Anteil daran, dass heute vor allem jungen Menschen ohne Diktaturerfahrung die Werte Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit vermittelt werden könnten, sagte Grütters.

Die zentrale Gedenkveranstaltung für Brandenburg fand am Sonntag im Babelsberger Park in Potsdam statt. Daran nahmen nach Angaben der Staatskanzlei unter anderem Landesbildungsminister Günter Baaske (SPD) und Justizminister Stefan Ludwig (Linke) teil. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte in einem Schreiben an die Fördergemeinschaft "Lindenstraße 54" als Veranstalter, an keinem Tag der Geschichte der beiden deutschen Staaten seien so viele Menschen unmittelbar und plötzlich von den Folgen staatlichen Handelns betroffen gewesen. "Familien wurden getrennt, das Leben veränderte sich buchstäblich über Nacht", schrieb Woidke.

140 Menschen starben an der Grenze

Die Gedenkstätte in der Lindenstraße bezeugt die Geschichte der Repression unter den Nationalsozialisten und zur Zeit des SED-Regimes. Von 1952 bis 1989 befand sich dort das Stasi-Untersuchungsgefängnis für den Bezirk Potsdam. Zu einer weiteren Gedenkveranstaltung hatten Berliner und Brandenburger CDU an der berühmten Glienicker Brücke eingeladen. Auch in den Bezirken Berlins waren mehrere kleine Veranstaltungen zur Erinnerung an den Mauerbau angekündigt.

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre. Bis zu ihrem Fall im Jahr 1989 starben dort nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen. Wie viele Menschen an der einstigen, knapp 1.400 Kilometer langen innnerdeutschen Grenze starben, wird weiter erforscht.

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