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75.000 Stolpersteine verlegt

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Gedenken an ermordete Juden - 75.000 Stolpersteine verlegt

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Es gilt als größtes dezentrales Mahnmal der Welt: die Stolpersteine. Deutschlandweit erinnern sie an die Gräueltaten der Nationalsozialisten. Heute ist der 75.000. verlegt worden.

Blumen liegen neben den neu verlegten Stolpersteinen für Benno und Martha Rosenbaum am 29.12.2019 in Memmingen
Verlegung des 75 000. Stolpersteins
Quelle: DPA

Der Künstler Gunter Demnig ist Initiator des Projekts Stolpersteine. Mit den sogenannten Stolpersteinen wird in Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern Europas an die Opfer der Nazi-Diktatur erinnert. In Memmingen hat Demnig nun den 75.000. Stolperstein verlegt.

Seit den 1990er Jahren in 1.250 Gemeinden

Der Jubiläumsstein und ein weiterer Stolperstein erinnern künftig an das Schicksal der jüdischen Familie Rosenbaum, berichtete der Verein Stolpersteine in Memmingen. Die Steine wurden vor dem früheren Wohnhaus von Martha und Benno Rosenbaum verlegt.

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Die Stolpersteine werden mit einer kleinen Messingplatte versehen, die biografische Angaben über die Opfer enthalten. Sie werden dann vor den früheren Wohnhäusern der Verfolgten des Naziregimes in den Bürgersteig eingelassen.

Demnig arbeitet seit den 1990er Jahren an dem Erinnerungsprojekt, in Deutschland gibt es nach Angaben des Künstlers die kleinen Gedenksteine in mehr als 1.250 Gemeinden.

In Memmingen werden seit 2014 Stolpersteine verlegt, mittlerweile sind mehr als 100 Stück im Stadtgebiet zu finden. Die Nazis hatten während des Pogroms am 10. November 1938 die Wohnung der wohlhabenden Familie Rosenbaum verwüstet, als die Eheleute nicht anwesend waren.

Das Paar floh 1941 nach Montevideo, in die Hauptstadt Uruguays. Dort brachte sich der Mann drei Jahre später um. Nach Angaben des Memminger Vereins hat es Benno Rosenbaum nicht ertragen, dass er seine Geburtsstadt Memmingen verlassen musste.

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