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Olympische Winterspiele - Zum Abschluss Diplomatie und Feuerwerk

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Die Winterspiele in Pyeongchang enden optisch opulent und überaus politisch. Während IOC-Präsident Bach vom Sport als Brückenbauer spricht, vermeldet Südkorea gute Nachrichten.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-In mit Frau Kim Jung-Sook, Ivanka Trump und Kim Yong Chol
Der südkoreanische Präsident Moon Jae In, dessen Frau Kim Jung Sook, Ivanka Trump und der nordkoreanische Funktionär Kim Yong Chol bei der Abschlussfeier (v.l.n.r.) Quelle: reuters

Das Feuer in Pyeongchang ist erloschen: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, erklärte die Olympischen Spiele vor zehntausenden Menschen für beendet und verwies auf die politische Dimension des internationalen Sportwettbewerbs. Die Spiele hätten neue Horizonte eröffnet, sagte er. Nord- und Südkorea hätten gezeigt, dass der Sport in einer brüchigen Welt Menschen zusammenbringe. "Sie haben gezeigt, wie der Sport Brücken bauen kann", fügte Bach hinzu.

Während der Abschlussfeier saßen der südkoreanische Präsident Moon Jae In, der nordkoreanische Funktionär Kim Yong Chol und die US-Präsidententochter Ivanka Trump in derselben VIP-Loge. Kim, der stellvertretende Vorsitzende der kommunistischen Arbeiterpartei, saß hinter Ivanka Trump, schien aber nicht mit ihr zu sprechen.

Diplomatie während der Olympischen Winterspiele

Südkorea: Nordkorea zu Dialog bereit

Noch während die Künstler im Stadion von Pyeongchang tanzten, veröffentlichte das südkoreanische Präsidialamt eine kurze Stellungnahme, in der es hieß, Nordkorea habe seine Bereitschaft zu einem Dialog mit den USA bekundet. Das habe ein nordkoranischer Delegierter bei den Olympischen Spielen erklärt. Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte am Sonntag eine hochrangige Delegation aus dem Norden empfangen.

Nach Angaben von Südkoreas Präsidialamt stimmten die nordkoreanischen Abgesandten bei dem Treffen mit Moon der Einschätzung zu, dass es sowohl bei den innerkoreanischen Gesprächen als auch bei den Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA Verbesserungen geben müsse. Das Treffen fand vor der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang statt. Die Führung in Pjöngjang teilte derweil mit, dass sie die jüngsten US-Sanktionen als "Kriegsakt" betrachte.

Olympische Flagge an chinesischen Abgesandten übergeben

Die Winterspiele hatten vor zwei Wochen schon unter politischen Vorzeichen begonnen: Kurz vor der Eröffnung einigten sich Nord- und Südkorea darauf, unter einer gemeinsamen Flaggen anzutreten. Tatsächlich liefen Sportler aus beiden Ländern zusammen in die Arena ein. Das sah auch US-Vizepräsident Mike Pence vor Ort, wechselte mit der ebenfalls anwesenden Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un aber kein Wort.

Außerhalb des Stadions wurde am Sonntag Kritik an der nordkoreanischen Delegation laut. Etwa 200 Demonstranten versammelten sich, schwenkten südkoreanische und amerikanischen Flaggen und erklärten auf Plakaten "Killer Kim Yong Chol, fahr zur Hölle". Der Protest richtete sich auch gegen die südkoreanische Regierung, die den Besuch möglich gemacht hatte. Drinnen überreichte IOC-Präsident Bach dem amtierenden Bürgermeister von Peking, Chen Jining, symbolisch die olympische Flagge. In der chinesischen Hauptstadt finden die Winterspiele 2022 statt.

Koreanische Annäherungen, Völkerverständigung auch abseits des Sports, Ausnahmeathleten und solche, die den olympischen Geist weitertragen: Dabei sein ist alles, bei den besonderen Momenten von Pyeongchang.

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