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Achtelfinale Uruguay - Portugal - Showtime: Es kann nur einen Sieger geben

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Ronaldo gegen Godín, Suárez gegen Pepe - zwischen Europameister Portugal und Geheimfavorit Uruguay deuten sich beim Achtelfinale harte Duelle an. Beide Teams haben Großes vor.

Edinson Cavani, Luis Suarez und Cristian Rodriguez (v.l.)
Edinson Cavani, Luis Suarez und Cristian Rodriguez (v.l.)
Quelle: epa

Heute kehrt Cristiano Ronaldo an den Ort des größten WM-Spiels seiner Karriere zurück. Erst zwei Wochen ist es her, dass der Weltfußballer im Olympiastadion von Sotschi gegen Spanien einen Hattrick erzielte.

Für die Stars endet ein langes Warten

Außerdem kehrt heute Luis Suárez in eine WM-K.o.-Runde zurück. In diesem Fall ist etwas mehr Zeit vergangen. Im Viertelfinale 2010 verhinderte er mit einem absichtlichen Handspiel in der letzten Minute der Verlängerung den Siegtreffer für Ghana. Uruguay gewann im Elfmeterschießen, aber Suárez verpasste nach seiner Roten Karte das Halbfinale. 2014 verlängerte dann die Rekordsperre für den Biss in die Schulter von Giorgio Chiellini das Warten, das übrigens auch bei Ronaldo acht Jahre beträgt: Portugal schied in Brasilien schon in der Vorrunde aus.

Ronaldo, Suárez, dazu dessen Sturmpartner Edison Cavani sowie als jeweilige Gegenspieler die imposanten Abwehrchefs Diego Godín (Uruguay) und Pepe (Portugal): Das sind die Namen, die vor dem Achtelfinale zwischen Portugal und Uruguay am häufigsten fallen. Besonders Freunden von klassischen Angreifer-Verteidiger-Duellen läuft das Wasser im Mund zusammen: Ein hartes, spannendes Match steht an.

Der "Maestro" Tabárez

Für ein unterhaltsames Entree sorgten am Freitagabend schon mal die beiden Trainer. Óscar Washington Tabárez, 71, und Fernando Santos, 63, haben schon viele Schlachten geschlagen. Und sind alt genug, um zu wissen, wie man ein Publikum bespielt.

Tabárez machte im restlos gefüllten Presseraum von Sotschi überdeutlich, warum er zuhause in Uruguay nur "El Maestro" genannt wird, der Lehrer. In dem Beinamen schwingt alle Anerkennung für eine Persönlichkeit mit, die Uruguay schon 1990 bei einer WM betreute, später eine dringend notwendige Reform der Nachwuchsausbildung durchführte, nach der verpassten WM 2006 wieder das Traineramt übernahm und seither in beiden Jobs, als Coach wie Jugendkoordinator, exzellente Arbeit leistet.

"Unserem Ziel näher als je zuvor"

Selbst Suárez neben ihm lauschte geradezu ehrfürchtig, als Tabárez so manchen Ausflug in Geschichte und Geschichten des Fußballs unternahm. Seine Kernbotschaft jedoch war sehr gegenwärtig. Vor dem Hintergrund eines Teams, das als einziges bei diesem Turnier noch ohne Gegentreffer ist und zuletzt beim 3:0 gegen Russland auch offensiv überzeugte, könnte diesmal für das kleine Uruguay wieder Großes möglich sein. "Wir fühlen uns dem Erreichen unserer Ziele näher als je zuvor", so Tabárez.

Auch Fernando Santos präsentierte sich lebhaft. Bei Fragen, die ihm nicht gefielen, kokettierte er schon mal mit der Auskunftsverweigerung. Etwa bei der nach dem Grad der Abhängigkeit seiner Mannschaft von Ronaldo. Zu oft hat er die Frage schon gehört, zu sehr nervt ihn die These, nur dieser könne den Unterschied machen.

Portugals Parallelen zu 2016

Wer ihn vor zwei Jahren vor dem EM-Achtelfinale gegen das favorisierte Kroatien gesehen hat, musste sich gestern unweigerlich an diesen Auftritt erinnert fühlen. Damals nahm seine Angriffslustigkeit das folgende Upgrade seiner Mannschaft in den verschärften Wettbewerbsmodus vorweg. Ähnlich wie jetzt hatte Portugal 2016 in der Vorrunde nicht überzeugt, nach drei Unentschieden kam es nur als Gruppendritter weiter. Das Ende ist bekannt: Es wurde Europameister.

Portugal, so konnte man Santos' selbstsicheren Auftritt deuten, fühlt sich wieder zu allem bereit. Die Sache ist nur, dass Uruguay dieses Gefühl auch hat. "Ich hoffe, dass meine Mannschaft genauso stark sein wird wie ihre", schloss Fernando Santos. "Und dann ja: gern. Dann soll Cristiano Ronaldo bitte den Unterschied machen."

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