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Keine Unterstützung mehr ab 2020 - Adobe schickt Flash in Rente

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Seit 20 Jahren sorgt Flash dafür, dass Internetnutzer online Spiele spielen, Videos ansehen oder interaktive Anwendungen nutzen können. Damit ist bald Schluss. Adobe zieht bei seinem einstigen Zugpferd im Jahr 2020 den Stecker.

2007 stellte Apple-Mitbegründer Steve Jobs erstmals das iPhone vor, welches sich zu einem der erfolgreichsten Produkte aller Zeiten entwickelte. Seitdem befindet sich die mobile Kommunikation auf einem Siegeszug und Handys werden immer smarter.

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Die Flash-Technologie war einst omnipräsent, wenn es darum ging, auf Webseiten interaktive oder multimediale Elemente darzustellen. Noch vor drei Jahren nutzten sie 80 Prozent der Desktop-PC-Nutzer, die den Chrome-Browser installiert hatten, wie Google heute mitteilte. Doch inzwischen seien es nur noch 17 Prozent der PC-Nutzer des Browsers und der Anteil sinke weiter.

2005 verkündete die Softwarefirma Macromedia, die den Web-Standard entwickelt hatte, noch: Flash sei auf 98 Prozent der Computer mit einem Internetanschluss installiert. Damals übernahm Adobe Macromedia. An Flash führte damals kaum ein Weg vorbei, die Technologie war der Platzhirsch auf dem Markt.

Flash wurde von HTML 5 abgelöst

20 Jahre nach der Entwicklung der Technik sieht das, wie die Zahlen von Google bereits andeuten, ganz anders aus. Der Webstandard von früher ist durch neuere Entwicklungen abgelöst worden - allem voran durch die weiterentwickelte Programmiersprache HTML. Heute können Webentwickler viele Dinge, die einst mit Flash möglich waren, in HTML 5 programmieren.

Den Abstieg von Adobes Zugpferd Flash leitete Apple ein. Steve Jobs, der damalige Chef des amerikanischen Technologiekonzerns, kritisierte 2010, dass die Flash-Technik in den Punkten Verlässlichkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit zu wünschen übrig lasse. Für das iPhone werde Flash daher nicht unterstützt.

Damit läutete Apple zum ersten Mal die Totenglocke für Flash ein. Vergangenes Jahr haben die Hersteller mehrerer Webbrowser dann den nächsten Schritt gemacht. Nutzer müssen seitdem vor dem Ausführen von Flash-Inhalten aktiv über ein Pop-Up-Fenster den Flash-Player erlauben. Wer dies nicht macht, bekommt die Multimedia-Inhalte nicht angezeigt.

Adobe stoppt Flash im Jahr 2020

Adobe hat daher mit Apple, Facebook, Google, Microsoft und Mozilla entschieden, Flash innerhalb der nächsten drei Jahre zu beerdigen. Der Flash Player wird ab Ende 2020 nicht länger mit Updates versorgt und auch nicht mehr zum Download angeboten. Bis dahin solle es aber noch Sicherheitsupdates geben. Adobe empfiehlt weiterhin allen Webentwicklern, die bisher auf die hauseigene Software setzten, bis dahin auf die neuen Webstandards umzusteigen. Die Nutzer sollen im Idealfall nichts von den Änderungen merken.

Einen Anteil am Flash-Begräbnis will auch Google für sich reklamieren. Die Suchmaschine teilt mit, es habe einer intensiven Zusammenarbeit mit Adobe und den Herstellern anderer Browser bedurft, um das Web Flash-frei zu machen.

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