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Antike Pyramiden wieder geöffnet

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Ägypten - Antike Pyramiden wieder geöffnet

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Ägypten hat zwei antike Pyramiden südlich von Kairo wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelt sich dabei um die Knickpyramide und ihre Satellitenpyramide.

Erstmals seit 1965 sind zwei antike Pyramiden in Ägypten wieder für Touristen geöffnet. Ägypten versucht mit archäologischen Highlights mehr Touristen ins Land zu locken.

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Ägypten hat zwei antike Pyramiden südlich von Kairo wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Knickpyramide von König Snofru, erster Pharao der vierten Dynastie, und eine weitere nahegelegene Pyramide würden das erste Mal seit 1965 für Besucher geöffnet, sagte Altertümerminister Chaled al-Anani Journalisten am Samstag.

Bei Erdarbeiten gefunden

Archäologen hätten Sarkophage und die Überreste einer antiken Mauer aus dem Mittleren Reich vor gut 4.000 Jahren gefunden, fügte er hinzu. Die Funde wurden während Erdarbeiten auf dem Gräberfeld von Dahschur am Westufer des Nils gemacht, wo einige von Ägyptens ältesten Pyramiden stehen.

"Mehrere Stein-, Ton und Holzsärge wurden gefunden und einige enthalten Mumien in gutem Zustand", sagte al-Anani. Die antike Mauer ist etwa 60 Meter lang und befindet sich im Süden der Pyramide von Pharao Amenemhet II. aus der zwölften Dynastie. Zu den gefundenen Artefakten gehören Totenmasken und Werkzeuge zum Schneiden von Stein aus der Spätzeit des Alten Ägyptens, die bis zum Jahr 332 vor Christus andauerte.

Eigenartige Bauweise

Die etwa 4.600 Jahre alte Knickpyramide unterscheidet sich durch ihre eigenartige Bauweise von anderen Pyramiden: Die zunächst starke Steigung des 100 Meter hohen Baus flacht auf halber Höhe ab. Dadurch entsteht eine Kante, die der Knickpyramide ihren Namen gibt. Experten vermuten, dass sich während des Baus Risse in der Oberfläche zeigten und die Neigung angepasst wurde. Anders als bei den meisten Pyramiden des Landes ist die Kalkstein-Oberfläche hier weitgehend erhalten.

Die Knickpyramide habe den Übergang zu einer neuen Bauweise markiert, sagte Antikenminister Chalid al-Anani. Die Stätte ist Teil der Nekropolis von Memphis, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

Ägypten hat sich in den vergangenen Jahren um die Vermarktung archäologischer Entdeckungen im ganzen Land bemüht, um den Tourismus anzukurbeln. Der für das Land so wichtige Wirtschaftszweig hat durch die politische Instabilität und die Anschläge seit der Revolution von 2011 stark gelitten.

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