Viele UN-Mitarbeiter sterben bei Flugzeugabsturz

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157 Tote in Äthiopien - Viele UN-Mitarbeiter sterben bei Flugzeugabsturz

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Eine neue Boeing stürzt kurz nach dem Start in Addis Abeba ab. 157 Menschen sind an Bord - alle sterben, darunter wohl etliche UN-Mitarbeiter und deutsche Staatsbürger.

Rettungs- und Bergungskräfte an der Unglücksstelle des Flugzeugabsturzes.
Rettungs- und Bergungskräfte an der Unglücksstelle des Flugzeugabsturzes.
Quelle: dpa

Ein verheerender Flugzeugabsturz in Äthiopien hat 157 Menschen das Leben gekostet; unter den Opfern sind etliche UN-Mitarbeiter und wohl auch deutsche Staatsbürger. Mit großer Trauer und Bestürzung stelle er fest, dass das UNHCR Todesfälle zu beklagen habe, teilte Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi mit. Zuvor hatte die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines eine Liste mit Angaben zu den Herkunftsländern der Opfer veröffentlicht.

Die Boeing 737-8 MAX war am Morgen sechs Minuten nach dem Start von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit dem Ziel Nairobi verunglückt. Die Unglücksursache ist noch unklar. Die Toten stammen der Airline zufolge aus 35 unterschiedlichen Ländern. Die meisten Opfer kamen demnach aus Kenia, Kanada und Äthiopien. Aus UN-Kreisen verlautete, vermutlich seien zwölf Mitarbeiter oder mehr ums Leben gekommen. Neben Kollegen der Vereinten Nationen seien auch andere Partner an Bord des Unglücksfliegers gewesen, sagte Grandi ohne genaue Zahlen zu nennen.

Bei dem Absturz der Ethiopian-Airlines-Maschine sind offenbar auch Deutsche ums Leben gekommen – das teilte das Auswärtige Amt mit. Die genaue Anzahl ist bisher noch unbekannt.

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Auswärtige Amt bemüht sich um Klärung

Auf der Liste von Ethiopian Airlines wurden außerdem fünf Deutsche und drei Österreicher als verunglückt geführt. Das Auswärtige Amt erklärte später, es gehe von deutschen Opfer aus, nannte aber keine Zahl. Außenminister Heiko Maas erklärte, im Bemühen um Aufklärung stehe die deutsche Botschaft in Addis Abeba in engem Kontakt zu den äthiopischen Behörden. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte ihre Anteilnahme.

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Das Welternährungsprogramm gab bekannt, zwei der insgesamt acht toten Italiener an Bord hätten für das WFP-Büro in Rom gearbeitet. Auch die italienische Hilfsorganisation Cisp und die Stadt Bergamo im Norden des Landes meldeten, humanitäre Helfer seien unter den Opfern.

Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete - als Standardverfahren beim Tod von Franzosen im Ausland - eine Ermittlung ein. Nach Regierungsangaben starben in dem Flugzeug acht Franzosen, die Fluggesellschaft sprach dagegen von sieben französischen Opfern. Ungeachtet dessen teilte die französische Behörde für Flugunfälle mit, vermutlich in die äthiopischen Untersuchungen zum Absturz eingebunden zu werden. Der französische Technologiekonzern Safran habe den Flugmotor der betroffenen Boeing-Maschine gemeinsam mit dem US-Konzern General Electric hergestellt.

Ursache bleibt unklar

Die Ursache für den Absturz blieb vorerst unklar. Der Pilot habe nach dem Abflug aber einen Notruf abgegeben und darum gebeten, umkehren zu dürfen, sagte der Chef von Ethopian Airlines, Tewolde Gebremariam. Die Maschine ging schließlich in der Nähe von Bishoftu zu Boden, etwa 50 Kilometer südlich von Addis Abeba.

Bis zum Abend waren Mitarbeiter des Roten Kreuzes und andere Suchtrupps im Einsatz, um Trümmer und andere Überreste sicherzustellen. Zu Besuch am Absturzort hatte der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed zuvor seine "tiefe Traurigkeit" ausgedrückt und eine umfassende Ermittlung zur Absturzursache angekündigt. Wie es aus seinem Büro hieß, würden Hinterbliebene alle nötige Unterstützung erhalten.

Karte von Äthiopien und Kenia
Karte von Äthiopien und Kenia
Quelle: ZDF

Für den Flugzeugtyp Boeing 737-8 MAX ist es nicht das erste schwere Unglück. Im Oktober war eine Maschine des Modells wenige Minuten nach dem Abflug aus Jakarta abgestürzt, alle 189 Menschen an Bord kamen ums Leben. Laut Flugdatenschreiber hatte die Fluggeschwindigkeitsanzeige dieser Maschine bei den letzten vier Flügen nicht richtig funktioniert. Die Fluggesellschaft Lion Air hatte anfänglich gesagt, Probleme mit der Maschine seien behoben worden.

Flightradar 24 twitterte, die vertikale Geschwindigkeit des Unglücksflugzeugs von Ethiopian sei nach dem Start instabil gewesen. Die Sicht sei offenbar gut gewesen:

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Airline hat eigentlich einen guten Ruf

Die staatliche Airline bezeichnet sich als größte Fluggesellschaft Afrikas. 2010 war eines ihrer Flugzeug nach dem Abflug aus Beirut verunglückt, wobei alle 90 Menschen an Bord ums Leben kamen. Gleichwohl gilt Ethiopian weithin als die am besten geführte Fluggesellschaft Afrikas.

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