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Zweiter Austritt aus Bundestagsfraktion - AfD-Politiker Mieruch verlässt Bundestagsfraktion

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Die ehemalige AfD-Parteichefin Petry wird wohl nicht allein als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag sitzen: Jetzt verlässt auch der Abgeordnete Mario Mieruch die AfD-Bundestagsfraktion. Einer Zeitung zufolge begründete er seinen Schritt mit mangelnder Abgrenzung von Partei und Fraktion nach rechts.

Nach dem Wahlerfolg der AfD ziehen nun zahlreiche neue Abgeordnete in den Bundestag ein. Die meisten kennt man nicht. Viele befürchten, dass es einen Rechtsruck geben wird, denn entgegen der offiziellen Beteuerungen der AfD-Spitze sind völkisches …

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Er sehe in der AfD eine "Entwicklung, die viele in der Partei mit Sorge betrachten und von der sie schon viel zu lange hoffen, dass sie umkehrbar sei", sagte Mieruch der "Bild"-Zeitung. Der Abgeordnete berief sich bei seiner Entscheidung auf den Verlauf der Wahlen der Parlamentarischen Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion in der vergangenen Woche: "Auch wenn Höcke-Intimus Stefan Brandner im dritten Anlauf gegen Michael Espendiller unterlag, so wusste er doch in allen drei Wahlgängen fast die Hälfte der Fraktion hinter sich."

Das Ergebnis dieser Fraktionskonstituierung offenbare so "ganz explizit die grundlegende innerparteiliche Trennlinie, welche bisher zuverlässiger Garant für Auseinandersetzungen war und auch bleiben wird". Um den Wählerwillen "glaubhaft und integer" vertreten zu können, habe er sich entschlossen, "die weder in Köln noch jetzt in Berlin behandelte Frage über die Ausrichtung der Partei selbst zu treffen", sagte Mieruch.

Mieruch gilt als Vertrauter von Petry-Ehemann Pretzell

Mieruch gehört zu den Gründungsmitgliedern der AfD. Er ist Mitglied des AfD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und gilt als Vertrauter von Petrys Ehemann Marcus Pretzell. Pretzell war zuletzt Vorsitzender der AfD-Fraktion im NRW-Landtag. Auch er hat die Partei inzwischen verlassen. Petry hatte beim AfD-Bundesparteitag im vergangenen April vergeblich versucht, eine Abstimmung über den von ihr befürworteten "realpolitischen Kurs" der Partei herbeizuführen. Ob sie demnächst eine eigene Partei gründen will, ist noch offen.

Petry war einen Tag nach der Bundestagswahl aus der Fraktion ausgetreten und im Anschluss auch aus der Partei. Die AfD hatte bei der Bundestagswahl 12,6 Prozent erzielt und wurde damit drittstärkste Kraft im Parlament.

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