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AfD-Bundestagsfraktion schrumpft - Hartmann begründet Austritt mit "Flügel"-Macht

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Die AfD-Bundestagsfraktion verliert ein weiteres Mitglied. Die sächsische Abgeordnete Verena Hartmann verlässt Fraktion und Partei. Ihr Mandat will sie behalten.

Abgeordnete Verena Hartmann (Archiv)
Die AfD-Abgeordnete Verena Hartmann hatte den rechtsnationalen "Flügel" kritisiert.
Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Verena Hartmann hat ihren Austritt aus Partei und Fraktion mit wachsender Macht des rechtsnationalen "Flügels" in der AfD begründet. "Der Flügel will die AfD voll und ganz übernehmen, da es sich mit diesem 'Etikett' mehr erreichen lässt, als mit dem adäquateren NPD-Label", schrieb die künftig fraktionslose Abgeordnete auf ihrer Facebook-Seite. "Diejenigen, die sich gegen diese rechtsextreme Strömung wehren, werden gnadenlos aus der Partei gedrängt", fügte sie hinzu. "Mein Mandat bleibt davon unberührt", hieß es am Montagabend.

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Hartmann ist ehemalige Polizistin. Vor ihrem Wechsel in die Politik arbeitete sie unter anderem im Bereich Kommunikation. Sie gehörte im vergangenen Sommer zu den Unterzeichnern eines Appells, in dem der Stil des rechtsnationalen "Flügels" kritisiert wird. Mit Blick auf den "Flügel"-Gründer und Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke heißt es in dem Appell: "Die AfD ist und wird keine Björn-Höcke-Partei."

Fünf Abgeordnete seit 2017 ausgetreten

Die AfD-Fraktion hat so noch 89 Abgeordnete. Seit 2017 sind fünf Abgeordnete ausgetreten - die erste war die Ex-Parteichefin Frauke Petry. Im Dezember hatte der frühere Polizist Lars Herrmann seinen Austritt erklärt - auch er hatte Kritik am "Flügel" geübt und stammt wie Hartmann aus Sachsen.

Hartmann war zu Beginn der Legislaturperiode mit dem sächsischen Bundestagsabgeordneten Jens Maier aneinandergeraten. Der frühere Richter, der sich dem "Flügel" verbunden fühlt, hatte ihr in einer Sitzung gedroht hatte: "Wir machen dich fertig!"

Hartmann berichtete zudem von negativen Reaktionen auf ihre AfD-Mitgliedschaft, mit denen sie im privaten Umfeld konfrontiert gewesen sei. Sie sagte damals: "Die Diskriminierung in der Gesellschaft, das muss man aushalten können."

Hier im ZDFparlameter können Sie sich über das Abstimmungsverhalten von Verena Hartmann im Bundestag informieren.

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