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Schleswig-Holstein - Nord-AfD trennt sich von Sayn-Wittgenstein

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Die Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein trennt sich von Landeschefin Doris von Sayn-Wittgenstein - wegen ihrer angeblichen Mitgliedschaft in einem rechtsextremistischen Verein.

Sayn-Wittgenstein muss die Fraktion in Kiel verlassen. Archivbild
Sayn-Wittgenstein muss die Fraktion in Kiel verlassen. Archivbild
Quelle: Carsten Rehder/dpa

Die AfD im schleswig-holsteinischen Landtag hat die Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein aus der Fraktion ausgeschlossen. Das bestätigte die 64-Jährige, als sie eine Sitzung verließ.

Hintergrund ist ihr Verhältnis zum "Verein Gedächtnisstätte", der vom Verfassungsschutz Thüringen als rechtsextremistisch eingestuft wird. Der Verein steht auf der Unvereinbarkeitsliste für AfD-Mitglieder. Über Sayn-Wittgensteins Verbindung zu dem Verein gibt es allerdings widersprüchliche Aussagen.

Widersprüchliche Aussagen

Laut AfD-Fraktionschef Jörg Nobis hatte Sayn-Wittgenstein nicht nur bestätigt, dass sie vor Jahren zur Unterstützung des Vereins aufgerufen habe. Vielmehr habe sie auch erklärt, sie sei dort seit Jahren Mitglied. Dagegen gab Sayn-Wittgenstein an, sie sei nicht Mitglied des Vereins und sei es auch nicht gewesen. Sie räumte aber ein, für den Verein im Jahr 2014 geworben zu haben. Der Verein sei als gemeinnützig anerkannt gewesen und habe damals weder auf der Liste des Verfassungsschutzes noch auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD gestanden.

Im thüringischen Verfassungsschutzbericht 2017 heißt es über den 1992 von der verurteilten Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel in Nordrhein-Westfalen mitgegründeten Verein: "Unter dem Deckmantel des Gedenkens an die deutschen Opfer des Zweiten Weltkriegs agitiert der rechtsextremistische Verein gegen den demokratischen Verfassungsstaat und versucht, geschichtsrevisionistisches Gedankengut in demokratische Bevölkerungskreise zu transportieren."

Sayn-Wittgenstein scheiterte mit Bewerbung als Bundessprecherin

Das Verhältnis zwischen der Fraktionsmehrheit und der dem rechtsnationalen AfD-Flügel zugerechneten Sayn-Wittgenstein ist seit langem angespannt. Bundesweit geriet Sayn-Wittgenstein vor einem Jahr beim AfD-Bundesparteitag in Hannover ins Rampenlicht. Sie kandidierte dort für die Wahl des 1. Bundessprechers gegen den als gemäßigt geltenden Berliner AfD-Chef Georg Pazderski. Nach einem Patt zogen beide ihre Kandidaturen zurück, schließlich wurde Alexander Gauland als Co-Vorsitzender neben Jörg Meuthen gewählt.

Mehr zum Thema erfahren Sie hier:

Archiv: Doris von Sayn-Wittgenstein am 05.09.2018 in Kiel

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Die Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein trennt sich von Landeschefin Doris von Sayn-Wittgenstein - wegen ihrer angeblichen Mitgliedschaft in einem rechtsextremistischen Verein.

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