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Kein Entzug des Direktmandats - AfD-Kreisverband steht zu Frauke Petry

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Die Abstimmung war mit Spannung erwartet worden. Jetzt ist klar: Die Basis des AfD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge steht zu Frauke Petry als Direktkandidatin. Doch Petry kann sich nicht freuen: "Der politische Schaden für die Gesamtpartei ist bereits angerichtet", sagte sie im ZDF.

AfD-Chefin Petry hat heftige Kritik an ihren innerparteilichen Gegnern geübt. Sie äußerte sich im Vorfeld einer geplanten Abstimmung eines Kreisverbandes. Es geht um den Entzug der Kandidatur für das Direktmandat für die Bundestagswahl.

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Trotz eines parteiinternen Flügelkampfs steht die Basis im AfD-Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu Parteichefin Frauke Petry. Ein Parteitag des Kreisverbandes stimmte in Dohna gegen einen Antrag, Petry als Direktkandidatin für die Bundestagswahl abzuwählen. Die Entscheidung fiel mit 19 Stimmen für und 33 gegen den Antrag deutlich aus.

Ob ihr am Ende das Mandat tatsächlich entzogen werde, spiele letztlich keine Rolle mehr, hatte Petry vor der Abstimmung dem ZDF gesagt. "Weil der politische Schaden für die Gesamtpartei bereits angerichtet ist, indem ein Kreisverband, der mir die Kandidatur angetragen hat, jetzt aufgrund meiner Kritik an Rechtsauslegern wie Höcke und Maier die Kandidatur wieder entziehen will, das spricht Bände über solche Parteivertreter."

Kritik am Bundesvorstand: Partei führungslos

Petry bemüht sich seit geraumer Zeit darum, dass sowohl der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke als auch der umstrittene Dresdner Richter Jens Maier aus der Partei ausgeschlossen werden. Maier steht auf der Landesliste zur Bundestagswahl auf Platz zwei, direkt hinter Petry.

Die AfD-Chefin übte in dem Zusammenhang auch Kritik am Bundesvorstand der Partei, der sich nicht gemeinsam mit ihr gegen eine Entwicklung wie in Thüringen gestellt habe. Seit dem Bundesparteitag im April in Köln "müssen wir feststellen dass die Partei weitgehend führungslos ist".

Demontage der eigenen Führung?

Dem ZDF sagte Petry außerdem, Mitglieder, die ihre Abwahl wollten, wüssten offenbar nicht, was es heiße, "einer Vorsitzenden derartig in die Parade zu fahren". Das sei schädlich für die Gesamt-AfD.

Die AfD versäume es hier ein weiteres Mal, klar zu sagen, wofür sie stehe. "Und wenn sie dafür steht, die eigene Führung zu demontieren, dann sagt das eben mehr über die Unfähigkeit dieser Mitglieder aus als über diejenigen, die bereit gewesen wären, Wahlkampf zu machen."

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