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Affäre um deutsche U-Boote - Netanjahus Wahlkampf belastet

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Benjamin Netanjahu will als Regierungschef in Israel wiedergewählt werden. Doch deutsche U-Boote könnten das möglicherweise torpedieren.

Benjamin Netanjahu kämpft um seine Wiederwahl. Archivbild
Benjamin Netanjahu kämpft um seine Wiederwahl. Archivbild
Quelle: Gali Tibbon/POOL AFP/AP/dpa

In Israels Wahlkampf kocht die Affäre um die Rolle von Regierungschef Benjamin Netanjahu bei der Lieferung deutscher U-Boote wieder hoch. Während es bisher vor allem um Korruptionsvorwürfe ging, steht nun eine Lieferung an Ägypten in der Kritik.

Netanjahu gab zu, Deutschlands Verkauf an Ägypten 2014 zugestimmt zu haben. Als Grund nannte er ein "Staatsgeheimnis". Der damalige Verteidigungsminister Mosche Jaalon und der damalige Militärchef Benny Gantz seien nicht eingeweiht gewesen.

"Beim Verkauf habe ich nicht die Nase gerümpft"

Das deutsche Unternehmen ThyssenKrupp Marine Systems hatte Ägypten vor zwei Jahren zwei von insgesamt vier U-Booten geliefert. In Israel hatte der geplante Verkauf deutscher U-Boote an Ägypten zuvor für Kritik gesorgt, weil man befürchtete, den militärischen Vorsprung in der Region zu verlieren. Die Bundesregierung genehmigte auch die Lieferung von U-Booten und Korvetten an Israel. Netanjahu sagte in einem Fernsehinterview, er sei während der Präsidentschaft von Mohammed Mursi gegen die Lieferungen von U-Booten an Ägypten gewesen.

Ägyptens Militär hatte den frei gewählten Mursi im Juli 2013 nach Massenprotesten abgesetzt. An der Spitze der Armee stand der heutige Präsident Abdel Fattah al-Sisi. "Beim Verkauf an Ägypten unter Al-Sisi habe ich nicht die Nase gerümpft", sagte Netanjahu. "Die Gründe sind rein sicherheitspolitisch."

Benny Gantz, inzwischen Netanjahus stärkster Gegner bei der Parlamentswahl am 9. April, sagte dazu in der Nacht zum Sonntag, es sei undenkbar, dass ein Regierungschef eine Entscheidung mit so großer strategischer militärischer Bedeutung im Alleingang treffe. "Das muss geprüft werden", forderte Gantz. Netanjahu hatte zuvor neue Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Kauf deutscher U-Boote für Israel entschieden zurückgewiesen.

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