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Moschee angegriffen - Anschlag auf Schiiten in Kabul - Viele Tote

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Die Bombe kam mitten im Gebet: In Kabul ist eine Moschee Ziel eines Anschlags geworden. Zu der Tat bekannte sich die Terrormiliz IS. Im Gebäude hatten sich schiitische Gläubige zum Freitagsgebet versammelt. Laut Behörden starben mindestens zwölf Menschen, andere Quellen sprechen von mehr Toten.

US-Präsident Trump will mehr Truppen nach Afghanistan schicken. Er sei überzeugt, dass ein übereilter Abzug vom Hindukusch den „Terroristen“ zugutekomme. Trump zeigte sich zudem erstmals offen für eine mögliche politische Einigung mit den Taliban.

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Während des Freitagsgebets haben Bewaffnete eine schiitische Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. Dabei wurden nach Angaben des Innenministeriums mindestens zwölf Menschen getötet, unter den Opfern seien zehn Zivilisten. Ein Krankenhaussprecher sprach  von mindestens 20 Menschen, 50 weitere seien verletzt worden.

Der Überfall endete laut Polizei nach mehreren Stunden mit dem Tod aller vier Angreifer. Zwei hätten sich selbst in die Luft gesprengt, zwei seien von Sicherheitskräften erschossen worden, sagte ein Sprecher.

IS bekennt sich

Noch während des Angriffs bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat über ihr Sprachrohr Amrak zu der Tat. In ihrer Erklärung war allerdings von zwei Kämpfern die Rede, die den Anschlag ausgeführt hätten.

Die Angreifer hätten den Teil der Moschee unter ihre Kontrolle gebracht, in dem Männer und Frauen getrennt beten, sagte Mir Hussain Nasiri, ein Mitglied des religiösen Rats der Schiiten in Afghanistan. Die Moschee bietet demnach Platz für bis zu 1.000 Gläubige. Nach dem Ende des Überfalls wurden Gläubige, Verletzte und Tote aus der Moschee gebracht.

Anschläge auf Schiiten angekündigt

Die Terrormiliz IS verübte in jüngster Zeit mehrere Anschläge in Kabul. Im Juli griffen die Dschihadisten die irakische Botschaft an und richteten anschließend eine Warnung an alle Schiiten in Afghanistan: Der IS werde künftig schiitische Andachtsorte attackieren. Auch zu einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in der Provinz Herat mit 32 Toten wenige Tage später bekannte er sich.

In der südafghanischen Provinz Kandahar verübten Bewaffnete ebenfalls einen Angriff. Taliban hätten vier Soldaten bei einer Attacke auf deren Stützpunkt getötet und sieben verwundet, teilte die Polizei mit. Der Angriff sei mit Unterstützung der afghanischen Luftwaffe zurückgeschlagen worden. Bei dem Angriff in der Nacht zum Freitag hätten die Taliban schwere Verluste erlitten.

In der östlichen Provinz Paktia eroberten Sicherheitskräfte nach Angaben von Vizepolizeichef Nisar Ahmad Abdel Rahimsai einen Bezirk von den Aufständischen zurück.

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