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Mitarbeiterinfo - Air-Berlin-Betriebsrat befürchtet Massenentlassung

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Der Air-Berlin-Betriebsrat befürchtet Schlimmes: Das Bodenpersonal könnte bis Ende des Monats die Kündigung erhalten, heißt es in einer Mitarbeiterinformation.

Seit der Pleite von Air Berlin wurden auf der Pressekonferenz erstmals Details des geplanten Verkaufs der Fluggesellschaft vorgestellt. 16 Angebote habe es für die Airline gegeben, mit 2 Bietern werde nun ernsthaft verhandelt.

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Arbeitnehmervertreter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin rechnet mit massenhaften Entlassungen. Das gelte für das Verwaltungs- und Bodenpersonal der insolventen Fluggesellschaft. Das geht aus einer internen Mitteilung des Air-Berlin-Betriebsrats Nord vom Freitag hervor, die dem ZDF vorliegt.

Demnach habe die Geschäftsführung Arbeitnehmervertretern am Donnerstag mitgeteilt, dass dem gesamten Bodenpersonal bis Ende Oktober gekündigt werden solle. Wer für die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs benötigt werde, erhalte eine Kündigung zu Ende Februar 2018. Die anderen Mitarbeiter würden wahrscheinlich freigestellt.

Betriebsrat: Geschäftsführung sagt nur die halbe Wahrheit

"Wie hier die Motivation der Kollegen hoch gehalten werden soll, wissen wir noch nicht. Genauso ist fraglich, wie für die anderen Kollegen die Motivation noch vorhanden sein wird", heißt es in der Mitteilung an die Beschäftigten. Und weiter: Für die Kollegen, welche eine Freistellung erhalten, ist das wie ein Schlag ins Gesicht. Mit den aktuellen Informationen der Geschäftsführung vom Donnerstag, so kritisiert der Betriebsrat, „wurde euch nur die halbe Wahrheit mitgeteilt und unterschwellig Durchhalteparolen suggeriert".

Wie daraus weiter hervorgeht, könnte es zur "Einstellung des Flugbetriebs der Air Berlin" kommen. Aufrechterhalten werden soll der Mitarbeiterinfo zufolge der operative Service für die österreichische Tochter Niki, die Regionalflugtochter LGW und Maschinen im sogenannten Wetlease, die die Lufthansa von Air Berlin einschließlich ihrer Besatzung gemietet hat. Lufthansa hat auch ein Kaufangebot für Niki und LGW abgegeben. Der Betriebsrat Nord vertritt unter anderem die Mitarbeiter der Verwaltung am Standort Berlin. Nach Angaben von Gewerkschaften sind das in der Hauptstadt etwa 1.000 Mitarbeiter.

"Abwicklung im Schweinsgalopp"

Air Berlin ist seit Mitte August pleite. Der Konzern verhandelt noch bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet exklusiv über den Kauf von Teilen der Fluggesellschaft. Der Betriebsrat wirft der Unternehmensführung mangelndes Engagement für die Beschäftigten vor. "Für die Kollegen, welche eine Freistellung erhalten, ist das wie ein Schlag ins Gesicht", heißt es in der Mitteilung. Die Arbeitgeber wollten einen Sozialplan verhandeln und die Gespräche dazu noch im Oktober abschließen. Die Betriebsräte kritisierten, die Manager wollten "jetzt die Abwicklung der Air Berlin und der Arbeitsplätze 'im Schweinsgalopp' umsetzen".

Zuvor hatte Verdi mitgeteilt, man habe zwar mit Air Berlin und deren Techniksparte einen sogenannten Rahmentarifsozialplan ausgehandelt. Damit seien die Voraussetzungen für eine Auffanglösung für die Beschäftigten geschaffen. "Das absurde ist jetzt: Eine Transfergesellschaft ist nun möglich - allerdings fehlt das Geld, weil die Erwerber blockieren", sagte Verdi-Bundesvorstand Christine Behle. Sie kritisierte zugleich, dass Air Berlin nicht bereit gewesen sei, die Frage der Finanzierung einer solchen Einrichtung für die Belegschaft mit in die Verhandlungen mit Lufthansa und Easyjet zu nehmen. "Offensichtlich wurden die Verhandlungen durch den Druck der Erwerber an dieser Stelle blockiert. Das ist verantwortungslos."

Derweil verlängerte Air Berlin die Bieterfrist für ihre Technik-Sparte um zwei Wochen. Interessenten könnten ihre Offerten noch in der 42. Kalenderwoche vorlegen und damit zwischen dem 16. und 22. Oktober, sagte ein Sprecher.

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