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CDU-Kandidaten bei Frauen-Union - Kramp-Karrenbauer will Frauen-Rolle stärken

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Es war das erste Aufeinandertreffen der drei aussichtsreichsten Kandidaten auf den CDU-Parteivorsitz. Bei der Frauen-Union bezogen Kramp-Karrenbauer, Spahn und Merz Stellung.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn am 09.11.2018 in Berlin
Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn Quelle: dpa

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will auch im Fall ihrer Wahl zur Parteivorsitzenden die Rolle der Frauen in der Partei stärken.

Frauenanteil sei zu gering

"Es bedarf einer größeren Repräsentanz der Frauen in der Partei", sagte sie am Freitag beim ersten direkten Zusammentreffen der drei prominenten Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel. Ein Frauenanteil von 26 Prozent in der Partei sei zu gering: "Ohne Frauen ist keine Volkspartei zu machen", sagte sie bei einer Veranstaltung der "Frauen-Union". Kramp-Karrenbauer, Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn wollen sich beim Parteitag im Dezember zur Wahl stellen.

Die Lebensumstände und Themen von Frauen müssten eine politische Heimat in der CDU finden, forderte Kramp-Karrenbauer, die von der Frauen-Union für den Parteivorsitz nominiert wurde. Digitalisierung sei eine Frauensache ebenso wie das Thema Sicherheit; die Frage des sozialen Zusammenhalts sei "sowieso eine ureigene Kompetenz von uns Frauen". Gegen oder ohne Frauen sei keine Wahl zu gewinnen, mahnte die frühere saarländische Ministerpräsidentin.

Spahn will mit Frauen gemeinsamen Neustart

Ihr Mitbewerber, Gesundheitsminister Jens Spahn, hob hervor, es gelte nun für die CDU, ein neues Kapitel aufzuschlagen und einen Neustart zu wagen angesichts der anstehenden Aufgaben. Die Umfragen zeigten, dass die Partei Vertrauen zurückgewinnen müsse. Es gehe um die Frage, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden könne. Es gelte, sich der Werte zu vergewissern, "die dieses Land zusammenhalten".

Spahn verwies darauf, dass das Gesundheitssystem in Deutschland im Wesentlichen von Millionen Frauen getragen werde. Zusammen mit den Frauen müsse es nach erfolgreichen Jahren unter Merkel nun einen Neustart geben.

Merz: Situation noch nicht zufriedenstellend

Merz, der vor allem Sympathien im Wirtschaftsflügel der Partei hat, betonte: "Ich bin auch immer ein engagierter Familienpolitiker gewesen." Bei der Vereinbarung von Familie und Beruf habe es für Frauen Fortschritte gegeben. "Natürlich ist die Situation, die wir heute haben, noch nicht zufriedenstellend." Er wolle aber mit der Frauen-Union nicht nur über Frauen sprechen, sondern auch über internationale und nationale Herausforderungen.

Sein Ziel sei es, die CDU als Volkspartei zu erhalten. Sie müsse zur politischen Mitte hin integrieren. Das Ausfransen an den Rändern sei bedenklich. "Ich finde, wir müssen darüber diskutieren, wie wir diesen Trend zurückdrehen."

Zustimmung zu Merkels Rückzug vom Vorsitz

Bundeskanzlerin Merkel hatte nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen angekündigt, nicht mehr für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Den Verzicht auf eine weitere Kandidatur als Parteivorsitzende auf dem CDU-Parteitag im Dezember finden 78 Prozent aller Befragten des ZDF-Politbarometer gut und 18 Prozent nicht gut (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“).

Eine Mehrheit von 63 Prozent findet es nach ihrer Absichtserklärung gut, wenn Angela Merkel bis zum Ende der regulären Legislaturperiode 2021 Bundeskanzlerin bleibt, 34 Prozent finden das nicht gut. Vor drei Wochen nach der bayerischen Landtagswahl wollten nur 40 Prozent, dass sie weiter Kanzlerin bleibt und 56 Prozent waren dagegen.

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