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Kampf gegen IS im Irak - Akt mit Symbolkraft: Moschee von Mossul zerstört

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Die Al-Nuri-Moschee in Mossul ist zerstört. Vor drei Jahren hatte IS-Chef al-Bagdadi dort das "Kalifat" ausgerufen. Nun sollen die Terroristen die Moschee selbst gesprengt haben. Iraks Regierung sieht darin ein Eingeständnis der Niederlage. Der IS aber gibt den USA die Schuld an der Zerstörung.

Zumindest aus dem Irak könnte die IS-Terrormiliz bald weitgehend vertrieben sein. Die irakische Armee ist auf die Altstadt Mossuls vorgerückt, die letzte IS-Hochburg im Land. Beim Häuserkampf könnten auch viele Zivilisten umkommen.

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Die Terrormiliz Islamischer Staat hat die Große Moschee von al-Nuri in der irakischen Stadt Mossul gesprengt - das teilte das Verteidigungsministerium des Landes am Mittwochabend mit. Die Moschee und ihr berühmtes schiefes Minarett Al-Hadba seien zerstört worden, als die Extremisten Sprengsätze innerhalb des Gebäudes gezündet hätten. Bedeutsam ist die Moschee auch, weil IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi 2014 dort zum einzigen Mal öffentlich auftrat und ein "Kalifat" in den kontrollierten Gebieten im Irak und in Syrien ausrief.

Eingeständnis der Niederlage?

Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi twitterte am frühen Donnerstag, dass die Zerstörung das Eingeständnis des IS sei, den Kampf um Mossul zu verlieren. Die Sprengung des Minaretts und der Moschee sei eine "formale Erklärung ihrer Niederlage", sagte der Ministerpräsident mit Blick auf die Islamisten.

Mossul gilt als Schlüsselsymbol im Kampf gegen die Terrormiliz. Das Minarett, das ähnlich dem Schiefen Turm von Pisa gekrümmt im Wind stand, war mehr als 840 Jahre alt. Die IS-Terroristen erklärten in einer Stellungnahme, sie hätten das muslimische Gotteshaus nicht zerstört. Vielmehr sei es einem Luftangriff der Vereinigten Staaten zum Opfer gefallen. Die US-geführte Militärkoalition wies die Behauptung zurück. Der Sprecher des Anti-IS-Bündnisses, Ryan Dillon, sagte der Nachrichtenagentur AP, Luftaufnahmen der Koalition belegten zwar die Zerstörung der Moschee. Doch ein US-Luftangriff sei nicht dafür verantwortlich. "Zu dieser Zeit führten wir in dem Gebiet keine Angriffe durch", so Dillon.

IS will Götzenverehrung unterbinden

Schon im Juli 2014 hatten IS-Kämpfer versucht, das Minarett zu zerstören, da der Bau ihrer fundamentalistischen Auslegung des Islam widerspricht. Doch die Bewohner Mossuls formten damals eine Menschenkette um das Gebäude, um es zu schützen. Die Terrormiliz zerstörte bereits Dutzende historische und architektonisch wertvolle Stätten in und rund um Mossul, um angebliche Götzenverehrung zu unterbinden.

Hinsichtlich der Zerstörung teilte der Kommandant der Bodentruppen der US-geführten Koalition, Joseph Martin, mit, es handele sich um ein Verbrechen gegen die Menschen in Mossul und im gesamten Land. Der Vorfall sei ein Beispiel dafür, warum diese "brutale Organisation" vernichtet werden müsse.

UNICEF besorgt um Mossuls Kinder

Das UN-Kinderhilfswerk teilte am Donnerstag mit, dass die Extremisten im Kampf um die zweitgrößte Stadt im Irak auf Kinder abzielten. Einige Kinder seien getötet worden, damit die Angehörigen in den von der Gruppe kontrollierten Gebieten blieben, berichtete UNICEF. Kinder würden als Kriegswaffen benutzt, was zeige, wie willkürlich und katastrophal der Konflikt sei, sagte der UNICEF-Beauftragte für den Irak, Peter Hawkins. Seit der IS fast ein Drittel des Landes im Jahr 2014 überrannte, wurden laut dem Hilfswerk insgesamt 1075 Kinder getötet. Zudem hätten die Terrormiliz und andere extremistische Gruppen mindestens 231 Kinder unter 18 Jahren für den Krieg rekrutiert.

Irakische Truppen starteten in dieser Woche einen Vorstoß in die Altstadt von Mossul, wo sich die letzten IS-Kämpfer mitten unter etwa 100.000 Zivilisten verschanzt haben.

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