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Aktenzeichen XY-Spezial - Vorsicht vor Fallen im Urlaub

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Immer wieder werden Urlauber Opfer von Kriminellen. "Aktenzeichen XY... ungelöst" widmet sich mit einer Sondersendung den Formen der Kriminalität und der Prävention dagegen.

Aktenzeichen XY: Falsche Polizisten
Aktenzeichen XY: Falsche Polizisten
Quelle: ZDF

Es soll die schönste Zeit des Jahres werden, das zumindest versprechen sich die Deutschen von ihrem Urlaub - unabhängig von Ziel und Budget. Und die Deutschen lassen sich ihren Urlaub etwas kosten: Über 73 Milliarden Euro geben sie laut einer GfK-Studie dafür aus, 1.020 Euro im Schnitt pro Kopf. Das sind Etats, die auch Kriminelle anlocken. Das Spektrum reicht vom Nepp in Touristenhochburgen bis zur schweren Raubkriminalität abseits der klassischen Ziele. "Aktenzeichen XY...ungelöst" widmet sich mit einer Sondersendung diesen Formen der Kriminalität und der Prävention dagegen.

Falsche Polizisten überfallen deutsche Familie

Familie Kaiser ist auf dem Weg in den Urlaub nach Spanien - so wie die meisten Deutschen, die ein Ziel außerhalb ihres eigenen Landes suchen: Spanien ist hier immer noch der Spitzenreiter. An der Costa Calida haben die Kaisers eine Ferienwohnung für vier Personen gemietet. Das Geld für das Feriendomizil, 2.500 Euro, haben sie auf Bitten des Vermieters in bar dabei - eine gängige Praxis, wenn die Wohnung sehr spät angemietet wird und die Bezahlung per Überweisung nicht mehr vor dem Urlaubsantritt erfolgen kann. Dass viele Touristen mit hohen Bargeldbeträgen in den Urlaub starten, ist den darauf spezialisierten Kriminellen kein Geheimnis. An der spanischen Autopista 7 im Süden von Barcelona wird Familie Kaiser zum Opfer von Räubern.

36 Stunden sind die Kaisers mittlerweile schon unterwegs, als sie auf der spanischen Autobahn von einer vermeintlichen Zivilstreife der Polizei zum Anhalten bewegt werden. Die "Policia"-Kelle, das Auftreten der Beamten bei der Überprüfung der Papiere und die klaren Anweisungen wirken auf die Opfer überzeugend. "Das waren drei Polizisten im Auto, einer stieg aus und trug auch eine Polizeiweste" schildert Heidi Kaiser die Situation. Die Opfer händigen Pässe und Führerschein aus, beantworten die Fragen nach dem Zweck ihrer Reise, nach Alkohol und Drogenkonsum und zeigen auch das mitgenommene Bargeld, als sie dazu aufgefordert werden. Ab diesem Zeitpunkt haben die Kriminellen leichtes Spiel.

Unter dem Vorwand, die Papiere im Dienstwagen überprüfen zu müssen, nehmen sie diese mit und stecken - zur Verblüffung der Opfer - auch gleich das Geld mit ein. Das resolute Auftreten der falschen Beamten hat die Kaisers eingeschüchtert. Sie trauen sich nicht, sich gegen das Vorgehen zu wehren. Der letzte Trick der Betrüger ist es schließlich, ihre Opfer zu trennen - sie rufen einen der Erwachsenen zu sich an ihr Auto. In diesem Fall steigt Frau Kaiser aus. Als sie den Wagen der falschen Polizisten erreicht, fahren diese mit der Beute los. Bis die richtige Polizei alarmiert ist und die Fahndung aufnehmen kann, ist es für die Opfer meist zu spät. Aus dem Traumurlaub wird ein Albtraum.

Polizei rät zur richtigen Urlaubsvorbereitung

Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar wichtigen Tipps lässt sich das Risiko solcher Überfälle oder anderer Betrügereien für Touristen aber deutlich reduzieren. "Es ist wichtig, sich vor der Reise über das Urlaubsland und die dortigen Gepflogenheiten zu informieren. Außerdem sollte man sich immer die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes ansehen", rät Harald Schmidt, Präventionsexperte der "Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes".

Um den Verlust der Papiere zu kompensieren, sollten Urlauber immer alle Reisedokumente auch als Kopie mit sich führen und diese Kopien getrennt von den Originalen auf der Reise aufbewahren. Mitgeführtes Bargeld sollte auf ein Minimum beschränkt sein und – sofern es sich vermeiden lässt – sollte man es niemals Dritten zeigen. In den bei Deutschen beliebten Urlaubsländern gilt genau wie bei uns, dass sich staatliche Beamte bei Kontrollen ausweisen müssen, worauf auch jeder Tourist bestehen kann. Das senkt das Risiko zum Betrugsopfer zu werden deutlich, weil viele Kriminelle schon an dieser Stelle ihr Vorhaben abbrechen.

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