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Aktionäre stimmen zu - Nissan entlässt Ghosn aus Vorstand

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Carlos Ghosn werden mehrere Finanzvergehen vorgeworfen. Nun verlor der ehemalige Nissan-Chef einen weiteren Posten beim japanischen Autokonzern.

Carlos Ghosn, ehemaliger Vorsitzender von Nissan. Archivbild
Carlos Ghosn, ehemaliger Vorsitzender von Nissan. Archivbild
Quelle: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Der japanische Renault-Partner Nissan hat den kürzlich erneut verhafteten einstigen Konzernchef Carlos Ghosn aus dem Verwaltungsrat geworfen. Eine außerordentliche Aktionärsversammlung stimmte dem wie erwartet zu.

Der 65-jährige Automanager war vergangenen Donnerstag wegen einer neuen Anklage der Staatsanwaltschaft erneut in Untersuchungshaft in Tokio gebracht worden. Zugleich stimmten die Anteilseigner für die Aufnahme von Renaults neuem Chef Jean-Dominique Senard in den Verwaltungsrat.

Ghosn bestreitet Vorwürfe

Nissan hatte Ghosn bereits nach seiner überraschenden Festnahme im November als Verwaltungsratsvorsitzenden entlassen. Der 65-Jährige blieb aber vorerst Mitglied im Verwaltungsrat. Für einen Rauswurf aus dem Gremium war ein Votum der Aktionäre nötig. Ebenfalls aus dem Verwaltungsrat ausgeschlossen wurde am Montag Ghosns frühere rechte Hand Greg Kelly.

Ghosn war am 19. November in Japan festgenommen worden. Er soll jahrelang ein viel zu niedriges Einkommen bei Nissan deklariert und persönliche Verluste auf den japanischen Autobauer übertragen haben. Nach hundert Tagen wurde er gegen eine hohe Kaution und unter strengen Auflagen freigelassen. Vergangene Woche wurde er dann erneut festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zusätzlich zu den bisherigen Anklagepunkten vor, zwischen Ende 2015 und Mitte 2018 insgesamt 15 Millionen Dollar (13,4 Millionen Euro) an Nissan-Geldern an eine de facto von ihm kontrollierte Gesellschaft transferiert haben. Davon soll er fünf Millionen Dollar für Privatzwecke abgezweigt und davon unter anderem eine Luxusyacht finanziert und Investitionen in ein Unternehmen seines Sohnes in den USA getätigt haben.

Der einstige Vorzeigemanager, der auch jahrelang beim französischen Autobauer Renault die Geschicke lenkte, bestreitet alle Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer Verschwörung.

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Missbrauch von Geldern - Automanager Ghosn erneut verhaftet 

Gerade kündigte Carlos Ghosn an, "die Wahrheit" sagen zu wollen, da nimmt ihn die Staatsanwaltschaft den Ex-Chef von Nissan und Renault fest. Sein Anwalt spricht von Geiselnahme.

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