Sie sind hier:

Astro Alex fliegt wieder zur ISS - Aufbruch zu neuen Horizonten

Datum:

Alexander Gersts Blick auf die Erde faszinierte Millionen. Nun darf er noch einmal starten - und dabei helfen, einem großen Ziel der Menschheit näherzukommen.

Gerst suchte von der ISS aus seine Heimatstadt mit Google Earth.
Faszinierte Millionen: Astronaut Alexander Gerst. Quelle: Nasa/Nasa/dpa

Wer keinen präzise programmierten Tagesablauf mag, sollte nicht Astronaut werden. Alexander Gerst stört es offenbar nicht, dass jede Stunde verplant ist und jede Begegnung beobachtet wird. Seit Monaten pendelt er zwischen dem Sternenstädtchen in Moskau, dem Johnson Space Center in Houston und dem Europäischen Astronautenzentrum in Köln. Sein Training umfasst Handgriffe an mehr als 100 wissenschaftlichen Experimenten, Überleben in den eisigen Weiten Kasachstans, sollte die Landung auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur nicht wie geplant verlaufen, und alle möglichen Notfälle auf der ISS.

Proben für den Ernstfall

Im texanischen Houston steht eine präzise Nachbildung der Internationalen Raumstation. Hier trainieren die Astronauten, was zu tun ist, wenn ein Feuer ausbricht oder Gas austritt. Die Ausbilder der NASA haben alle möglichen Schwierigkeiten eingebaut und bewerten, wie die Crew damit umgeht. Mit beschlagenen Schutzbrillen suchen die Astronauten nach dem Fehler. Gersts Gesicht ist gerötet. Die Anstrengung ist spürbar. Die Trainer seien wie seine Freunde, betont er anschließend. Es sei wichtig, jeden Notfall zu proben, denn im All sei keine schnelle Hilfe zu erwarten.

Dabei geht es nicht allein um die Internationale Raumstation. Dieses faszinierende Forschungslabor, das rund 400 Kilometer über uns kreist, ist nur ein erster Schritt. Schon in wenigen Jahren wird die ISS Geschichte sein. Und dann?

Horizons hat Alexander Gerst seine neue Mission genannt. Das Motto gehört zu den wenigen Dingen, bei denen der Astronaut ein Mitspracherecht hat. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er selbst gern zum Mars fliegen möchte. Damit trifft er genau den Nerv der Europäischen Raumfahrtorganisation. Deren Chef, Jan Wörner, spricht von einem Moon-Village, einer ständig bewohnten Station auf dem Mond. Und von dort könnte die Reise weiter gehen bis zum Mars. All das ist Zukunftsmusik, doch viele Experimente auf der ISS erforschen genau dies - wie der Mensch im All überleben kann.

Die neue Raumfahrt-Mission mit Alexander Gerst heißt "Horizons". Für eine dreiteilige Dokumentation begleitete ihn Terra X bei seinen Vorbereitungen. Der erste Teil, "Aufbruch ins All - mit Alexander Gerst" (3.6., 19:30 Uhr) hat die Erde zum Thema.

Beitragslänge:
5 min
Datum:

Leben ohne Schwerkraft

Was macht eigentlich unser Immunsystem ohne die Schwerkraft der Erde, wie verkraftet es eine monatelange Reise, um dann auf dem Mars zu landen. Warum haben Astronauten im Weltraum eine erhöhte Körpertemperatur, wie gefährlich ist das Space Fieber? Und wie verkraftet man den psychischen Stress einer monatelangen Isolation, das Leben in einer kleinen Gruppe, ohne Kontakte zu Familie und zu Freunden? Das sind einige der Fragen, die Forscher auf der Internationalen Raumstation beantworten möchten.  

Alexander Gerst, der Liebling der Medien, ist nur ein winziger Baustein in diesem gigantischen Puzzle - und zugleich der perfekte Botschafter des großen Traums vom Leben auf einem anderen Planeten. 

Experimente auf der ISS-Mission

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.