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Gerst plaudert mit Altmaier - "Astro-Alex" will kein Superheld sein

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Der deutsche Astronaut Gerst will die Jugend vom Weltall und der Raumfahrt begeistern. Ein Superheld will er nicht sein, erzählt er Wirtschaftsminister Altmaier live von der ISS.

Alexander Gerst auf Monitor in Columbus-Kontrollzentrum
Quelle: dpa

Er wolle jungen Menschen den "Raum der Möglichkeiten" zeigen, sagte Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS in einem Livegespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Ihm sei es dabei wichtig, dass die Jugend ihn "nicht als Superhelden, sondern als ganzen normalen Menschen" sehe.

Die jungen Menschen sollten sich denken: "Was der kann, kann ich schon lange." Es liege ihm sehr am Herzen, gerade junge Menschen mitzunehmen. Altmaier sprach vom Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im bayerischen Oberpfaffenhofen aus mit Gerst. Die ISS flog zu dem Zeitpunkt gerade in rund 400 Kilometern Höhe über Südostasien.

Der besondere Blick aus dem All

Gerst schildert die Sicht auf die Erde: Meeresverschmutzung, Dürren und die Zerstörung des Regenwaldes. "Hier oben sieht man tatsächlich viele Dinge, die man sonst nicht sehen würde."

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Gerst plaudert auch über das Essen im All, das über sechs Monate schon mal fad werden könne, berichtet von Experimenten zum Erdmagnetfeld und zu Krebs. Auf der ISS, an der 100.000 Menschen mitgebaut hätten, seien Versuche aus hundert Ländern absolviert worden - Dinge, "die ein Land allein nicht könnte". Gerade soll eine Technologie zur Wasseraufbereitung getestet werden, wichtig für längere Missionen.

Zeitkapsel mit tausenden Schülerwünschen

Das DLR nutzt die ISS-Mission von Gerst auch, um mit einem groß angelegten Programm Kinder für Forschung und Technik zu begeistern. In den kommenden Wochen sollen an 20 Orten in Deutschland Raumfahrtshows für insgesamt rund 20.000 Schüler stattfinden, wie das DLR mitteilte. Am 4. September ist an der Technischen Universität Berlin im Rahmen einer Veranstaltung auch ein Livegespräch mit Gerst auf der ISS geplant.

Der Astronaut wird dabei laut DLR auf der Station auch eine Zeitkapsel versiegeln. Darin befinden sich von 8.000 Schülern aus ganz Deutschland formulierte Wünsche für die Zukunft. Die Kapsel darf erst in 50 Jahren wieder geöffnet werden. Im Rahmen der Veranstaltung in Berlin dürfen einige Kinder und Jugendliche auch Fragen stellen.

Altmaier will Raumfahrt stark fördern

Altmaier will die Raumfahrt intensiv fördern. Bis Herbst wolle er ein Thesenpapier zur Weiterentwicklung der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie vorstellen. Die künftige Raumfahrtstrategie müsse mit den europäischen Partnern entwickelt werden. Im Haushalt 2018 seien gut 80 Millionen Euro zusätzlich für die Raumfahrt bereitgestellt worden. "Wir werden auch in Zukunft mehr Geld für diesen wichtigen Bereich zur Verfügung stellen müssen." Er sei überzeugt, dass die Zahl der Arbeitsplätze in dem Bereich bis Ende des nächsten Jahrzehnts verdoppelt werden könne. "Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es bedeutet, dass wir Hochtechnologie-Arbeitsplätze in Deutschland erhalten und weiter schaffen."

Gerst hatte am 8. Juni seinem zweiten Langzeitaufenthalt auf der Internationalen Raumstation angetreten. Der als Astro-Alex populär gewordene Raumfahrer wird bis Dezember auf der Station bleiben und im Oktober als erster Deutscher das Kommando auf der ISS übernehmen.

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