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Allianz pro Schiene - Viel zu wenige Lokführer

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Deutschland hat zu wenige Lokführer, stellt der Lobbyverband Allianz pro Schiene fest. Und die Quote wird immer schlechter.

Ein Lokführer steuert einen ICE. Archivbild
Die Deutsche Bahn sucht Lokführer - immer häufiger ergebnislos. Archivbild
Quelle: Jan Woitas/zb/dpa

Der Personalmangel bei Lokführern hat sich nach einer Untersuchung der Allianz pro Schiene im vergangenen Jahr verschärft. "Im Jahresdurchschnitt standen 100 offenen Stellen nur noch 25 als arbeitssuchend gemeldete Lokführer gegenüber", teilte der Lobbyverband mit.

"Ein Jahr zuvor lag das Verhältnis noch bei 100 zu 28." Damit sei die Quote schlechter als bei Altenpflegern und Klempnern. Die Allianz pro Schiene hat für die Analyse Daten der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet.

Stellenaufbau bei Lokführern

Angesichts von immer mehr Fahrgästen bemühen sich die Eisenbahnunternehmen um Stellenaufbau bei Lokführern. Eine umfassende Statistik zu beschäftigten Lokführern gibt es dem Verband zufolge nicht. Er geht für die vergangenen Jahre aber von steigenden Zahlen aus.

Insbesondere 2019 habe der Bestand an aktiven Lokführern nochmal stärker zugenommen als im Jahr davor, sagte ein Sprecher. Die Deutsche Bahn wirbt seit längerem um Mitarbeiter.

Im laufenden Jahr plant der Konzern, 25.000 neue Beschäftigte einzustellen, was einem Stellenaufbau von 5.000 Mitarbeitern entspreche. Unter den Neuanstellungen sollen 2.300 Lokführer sein. Das Saldo ist hierbei nicht bekannt.

86 Milliarden Investitionen bei der Deutschen Bahn

Die Bahn will die Fahrgastzahlen bis 2030 nahezu verdoppeln. Vom Bund gibt es für die Sanierung der Infrastruktur rund 86 Milliarden Euro im Rahmen einer Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. Zudem ist die Anschaffung weiterer Hochgeschwindigkeitszüge geplant. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Personal. Ähnlich geht es den Wettbewerbern im Regionalverkehr, die ihren Marktanteil in dem Segment steigern wollen.

Der Geschäftsführer von Allianz pro Schiene, Dirk Flege, forderte die Politik zu mehr Unterstützung auf. "Derzeit stellt der Bund pro Jahr dem Straßengüterverkehr 125 Millionen Euro für die Aus- und Weiterbildung bereit und der Binnenschifffahrt immerhin 2,5 Millionen Euro. Die Unternehmen des Schienenverkehrs dagegen gehen leer aus."

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