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Neue Niederschläge erwartet - Mit 5.000 Helfern gegen den Schnee

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In den kommenden Tagen soll es weiter schneien und regnen: keine guten Nachrichten für den Alpenraum. Bayern setzt auf mehr Bereitschaftspolizisten und die Bundeswehr.

Am Nordrand der Alpen soll es ab Samstagabend wieder fast durchgehend schneien. Mittlerweile gilt in fünf bayrischen Landkreisen der Katastrophenfall.

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Bayern rüstet sich gegen weitere kräftige Schneefälle. Der Freistaat schickt 500 zusätzliche Bereitschaftspolizisten in die verschneiten Katastrophenregionen. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag in Bad Tölz. Dort wollte er sich einen Überblick über die Situation verschaffen.

Markus Söder am 12.01.2019
Markus Söder in Bad Tölz
Quelle: dpa

Insgesamt sind laut Söder dann 5.000 Kräfte im Einsatz - und vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Bei Bedarf sollen weitere Helfer in Bewegung gesetzt werden. Alle seien "volle Pulle im Einsatz", sagte Söder. "Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein", betonte der Ministerpräsident. "Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer." Die Helfer seien "sehr, sehr besorgt".

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) sagte in einer vom Bayerischen Roten Kreuz im Internet verbreiteten Videonachricht: "Es ist wirklich eine ernste Situation." Sie dankte ebenfalls den ehrenamtlichen Helfern. "Es ist wirklich eine sehr positive Botschaft, wie hier zusammengestanden wird, um den Menschen in Not zu helfen."

Weiter Schnee und Regen erwartet

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag dauern. Für Sonntag sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut heftige Niederschläge voraus. "Die Wetterlage ist sehr ernst zu nehmen", sagte ein Sprecher. Es gab Unwetterwarnungen für den Süden Bayerns. Die Schneefallgrenze soll von 600 Metern am Samstagabend auf 1.000 Meter am Sonntagmorgen steigen und am Montag wieder auf 500 Meter sinken.

Neuschnee und Regen erhöhen nicht nur den Druck, der auf den Dächern lastet. Er bedroht auch zahlreiche Bäume. Deswegen kam in Schönau am Königssee beispielsweise ein Helikopter zum Einsatz, der den Schnee von an Straßen stehenden Bäumen wirbeln sollte.

Die Lawinengefahr in den Alpen ist erheblich. In Ruhpolding und Reit im Winkl im Kreis Traunstein nahm die Bundeswehr nach Behördenangaben mehrere kontrollierte Lawinensprengungen vor. Zugleich drohen ab Sonntag wegen Tauwetters Überschwemmungen an mehreren Flüssen nördlich der Donau und in den Alpen.

Behinderungen auf Straßen und Schienen

Ein Räumfahrzeug befreit in Siegsdorf, Bayern, eine Straße vom Schnee.
Ein Räumfahrzeug befreit in Siegsdorf, Bayern, eine Straße vom Schnee.
Quelle: dpa

Wegen verschneiter Gleise ist der Regionalverkehr in Teilen von Oberbayern, Schwaben und Niederbayern weiter eingestellt. Nach Angaben eines Bahnsprechers fallen auch in den kommenden Tagen zahlreiche Züge aus. Auf Bayerns Straßen lief der Verkehr meist ungehindert. Die Polizei meldete Blechschäden bei Unfällen auf glatten Straßen und wenige schwerere Unfälle. Auch jenseits der deutsch-österreichischen Grenze schneit es kräftig. Im Bundesland Salzburg rechnete der Wetterdienst bis Montag mit bis zu 130 Zentimetern Neuschnee. Vielerorts herrscht erhebliche Lawinengefahr.

In Österreich schaufelten ebenfalls Hunderte von Soldaten viele Hausdächer von der Schneelast frei. Hubschrauber flogen zahlreiche Einsätze, um mit dem Wind ihrer Rotoren den Schnee von den Bäumen zu blasen. Die Behörden warnten die Bürger davor, geräumten
Schnee einfach in Bäche oder an die Ufer zu kippen. Es drohten lokale Überschwemmungen, wenn sich Bäche dadurch stauten. Generell sank die Lawinengefahr in Österreich zumindest vorübergehend. Laut Wetterbericht droht ab Sonntag aber erneut kräftiger Niederschlag mit regional mehr als einem Meter Schnee. 

Die Einordnung des ZDF-Wetterexperten Özden Terli:

Zwei Männer befreien ein eingeschneites Auto von den Schneemengen.

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von Özden Terli
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