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Abwrackprämie für alte Diesel - VW und Audi bieten bis zu 10.000 Euro

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Verschrottungsprämie - dieses Mal von der Industrie: Volkswagen bietet seinen Kunden mit einem älteren Diesel ab sofort eine Prämie von 2.000 bis maximal 10.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens an. Voraussetzung ist die Verschrottung des alten Autos mit der Abgasnorm Euro 4 oder darunter.

Damit Diesel sauberer werden, wollen die Autobauer die Motor-Software verbessern. Das reiche nicht, sagen viele Politiker und Umweltschützer, sie müssten auch an die "Hardware" ran. Motorenforscher Thomas Koch hält eine Nachrüstung für problematisch.

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Die Prämie steigt dabei je nach Modell: Beim Kauf eines Kleinstwagens gibt es 2.000 Euro Prämie, beim Kauf eines Golf oder Tiguan 5.000 Euro, beim großen Geländewagen Touareg 10.000 Euro, kündigte die Marke Volkswagen an. Bereits 2009 gab es eine Abwrackprämie - damals vom Staat: Beim Kauf eines Neuwagens gab es 2.500 Euro, wenn das bisherige Auto mindestens neun Jahre alt war und in die Schrottpresse wanderte.

Zusätzlich lockt VW mit "Zukunftsprämie"

Zusätzlich zu dieser "Umweltprämie" bietet Volkswagen demnach eine "Zukunftsprämie" beim Kauf eines Autos mit Erdgas-, Hybrid- oder Elektroantrieb an. Sie ist gestaffelt von 1.000 bis 2.380 Euro und wird zusätzlich zur staatlichen E-Auto-Kaufprämie gezahlt, wie das Unternehmen mitteilte.

Auch die VW-Tochter Audi und VW-Nutzfahrzeuge bietet Besitzern älterer Dieselmodelle beim Neukauf nach Modell gestaffelte Prämien an. Bei Audi belaufen sich die Prämien auf 3.000 bis 10.000 Euro. Porsche bietet für den Kauf eines seiner drei SUV-Modelle europaweit 5.000 Euro Rabatt an. Weitere VW-Töchter dürften folgen - der Konzern hatte am Freitag Aktionen auch von Seat, Skoda und Porsche angekündigt.

Die Aktion der Marke VW namens "Umwelt- und Zukunftsprogramm" läuft bis Ende des Jahres. Volkswagen zieht damit nach: Vor und während des Diesel-Gipfels in der vergangenen Woche hatten auch Ford, BMW und Daimler Umstiegsprämien für Besitzer älterer Dieselautos vorgestellt.

250-Millionen-Fonds für Kommunen

Die deutschen Autohersteller hatten auf dem Diesel-Gipfel ebenfalls zugesagt, Software-Updates für insgesamt rund fünf Millionen Diesel-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 zu zahlen. Ein Großteil davon wurde aber bereits im Rahmen früherer Rückrufaktionen der Hersteller in die Werkstätten gerufen.

VW, Daimler und BMW wollen außerdem 250 Millionen Euro in einen Fonds einzahlen, mit dem den Kommunen bei der Modernisierung ihrer Verkehrssysteme geholfen werden soll. Die Unternehmen zahlen entsprechend ihres Marktanteils ein.

Der Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen, Jürgen Stackmann, erklärte, der Autobauer sei "davon überzeugt, dass saubere und effiziente Dieselmotoren mit modernsten Abgasreinigungssystemen eine unverzichtbare Antriebstechnologie" seien. Gleichzeitig wolle VW aber Einstieg und Umstieg in elektrische Mobilität fördern.

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