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Google schließt sein Netzwerk - Wo Nutzer von Google+ ein neues Zuhause finden

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Google zieht seinem sozialen Netzwerk im nächsten Jahr den Stecker. Der Exodus der Nutzer hat begonnen. Welche Alternative gibt es für heimatlose Nutzer von Google+?

Google Plus ist als Konkurrenz zu Facebook gestartet.
Google Plus ist als Konkurrenz zu Facebook gestartet. Quelle: Tobias Hase/dpa

Es klingt nach einem Hilferuf: "Ich habe so viele Freunde bei Google+ kennen gelernt, die möchte ich jetzt wirklich nicht verlieren", schreibt eine Nutzerin aus den USA, die sich Lizzy nennt, auf der Petitionsplattform Change.org. Lizzy hat eine Petition an Google zum Erhalt von Google+ gestartet. Knapp 30.000 Nutzer haben bisher unterschrieben. Ob Google die Entscheidung revidiert, Google+ im nächsten Jahr zu schließen, bleibt fraglich. Nutzer von Google+ sollten sich schon jetzt ein neues virtuelles Zuhause suchen.

Datenschutzfreundliche Netzwerke

Platzhirsch Facebook wird für die meisten Ex-Nutzer von Google+ nicht in Frage kommen. Sie haben sich mit ihrer Anmeldung bei Google+ schon vor Jahren bewusst gegen das Netzwerk aus dem Hause Zuckerberg entschieden. Aber welche Alternativen gibt es jenseits des Marktführers? Die Antwort ist nicht für alle Nutzer gleich.

Wer private Kontakte zu Familie, Freunden und Bekannten weltweit pflegen möchte, sollte einen Blick auf Diaspora oder MeWe werfen. Beide Netzwerke sind werbefrei und wurden als datenschutzfreundliche Alternativen zu Facebook entworfen. Bei MeWe kann man sich per E-Mail und Benutzernamen schnell und problemlos anmelden. Die Anmeldung bei Diaspora ist komplizierter, wird aber auf der Webseite des Projekts auch für den Techniklaien gut erklärt.

Beruflich vernetzt mit Xing und LinkedIn

Wer Google+ aus beruflichen Gründen genutzt hat, findet in den beiden Business-Netzwerken Xing und LinkedIn passende Alternativen. Xing beschränkt sich auf den deutschsprachigen Markt. Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können hier berufliche Kontakte pflegen. Xing ist in seiner Grundversion kostenlos. Wer alle Funktionen nutzen möchte, kommt um einen kostenpflichtigen Account nicht herum.

LinkedIn hat weltweit rund eine halbe Milliarde Mitglieder. Das Netzwerk wurde bereits 2003 gegründet und gehört seit 2016 zum Microsoft-Konzern. Der Stammsitz des Unternehmens befindet sich im kalifornischen Mountain View. Nutzer können wie bei Xing ein eigenes Profil samt Lebenslauf anlegen, Kontakte pflegen, Jobs suchen oder Gruppen ins Leben rufen. Anders als bei Xing ist die Mitgliedschaft kostenlos.

Netzwerke für den Kiez

Eine Bohrmaschine leihen? Einen Joggingpartner finden? In Nachbarschaftsnetzen wie Nebenan.de oder Nachbarschaft.net kann man sich mit Menschen aus seiner Umgebung vernetzen. Nebenan.de verlangt bei der Anmeldung, dass Namen und Anschrift des neuen Nutzers verifiziert werden, damit er dem richtigen Kiez zugeordnet werden kann. Eine entsprechende Regelung gibt es auch bei Nachbarschaft.net.

Findet man bei nebenan.de für seine Nachbarschaft keine bereits vorhandene Gruppe, kann man selbst eine virtuelle Nachbarschaftsgruppe ins Leben rufen. Das Portal hilft dabei und stellt entsprechende Werbezettel zum Download bereit, die man in der Nachbarschaft verteilt. Mindestens zehn Mitglieder sind nötig, damit eine neue Gruppe gegründet werden kann.

Twitter für Nachrichtenjunkies

Was gibt es Neues in der Welt? Über Google+ kann man Personen, Institutionen und Medien folgen und sich die neuesten Nachrichten anzeigen lassen. Das ist praktisch, aber keinesfalls alternativlos. Für Nachrichtenjunkies ist Twitter als Alternative zu Google+ besonders gut geeignet. Hier fließen die neuesten Nachrichten im Sekundentakt über die eigene Timeline.

Seit Februar 2016 wird der Nachrichtenstrom nicht mehr chronologisch angezeigt, sondern von einem Algorithmus sortiert. Er soll dafür sorgen, dass die Nutzer einen Nachrichtenmix bekommen, der sich an ihren Interessen orientiert. Nach massiver Kritik hat sich Twitter kürzlich entschieden, dem Nutzer künftig die Wahl zwischen einer chronologischen und einer sortierten Timeline zu geben.

Fotos und Videos teilen

Wer gerne Fotos und Videos mit anderen teilt, könnte zu Instagram wechseln - wenn man sich nicht daran stört, dass der Fotodienst zum Facebook-Imperium gehört. Als Alternative bietet sich Snapchat an. Hier kann man Fotos und Kurzvideos problemlos erstellen und teilen. Das Besondere an diesem Dienst: Geteilte Inhalte werden nach dem Anschauen gelöscht.

Auch Pinterest und Ello setzen auf Fotos. Bei Pinterest kann man eigene Fotosammlungen erstellen oder den Sammlungen anderer Nutzer folgen. Vorrangig geht es darum, kreative Ideen und Inspirationen zu den Themen Mode, Haushalt oder Reisen auszutauschen. Anders bei Ello: Das US-Netzwerk hat seine Nische bei den Kreativen gefunden, die ihre Fotos hier nicht nur posten, sondern auch vermarkten möchten. Last but not least bietet sich auch das bereits 2004 gegründete Flickr als virtuelle Heimstätte für Hobbyfotografen an.

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