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VW, Daimler, BMW, Opel - Altmaier: "Wir müssen unsere Schlagkraft erhöhen"

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Wirtschaftsminister Altmaier fordert von den deutschen Autobauern mehr Kooperationen. Im Wettlauf mit Firmen aus China und den USA könne das ein entscheidender Vorteil sein.

Luftbild eines Autoparkplatzes in Deutschland
Wirtschaftsminister Altmaier sorgt sich um die Zukunft der deutschen Autobauer - und fordert deshalb mehr Kooperationen.
Quelle: imago

Kurz vor dem Autogipfel im Kanzleramt fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mehr Zusammenarbeit unter den deutschen Herstellern. "Wenn BMW und Daimler ihre Carsharing-Aktivitäten zusammenführen, kann das nur ein erster Schritt sein", sagte der CDU-Politiker der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". So vermeldeten die Unternehmen etwa beim autonomen Fahren "ermutigende Fortschritte - allerdings jeder für sich", kritisierte Altmaier. "Stärkere Kooperationen würden die Chance erhöhen, dass im Wettlauf mit Firmen aus China und den USA am Ende deutsche Unternehmen die Nase vorne haben. Wir müssen unsere Schlagkraft erhöhen."

Altmaier ist bereit, Zulieferer zu unterstützen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier.
Wirtschaftsminister Peter Altmaier.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Branchenvertreter am Montagabend in Berlin im Kanzleramt. Deutschlands Schlüsselbranche mit fast einer Million Beschäftigten steht vor dem größten Umbruch der vergangenen Jahrzehnte - etwa bei den Themen autonomes Fahren, Dieselkrise, CO2-Steuer, Elektroautos sowie den Klimazielen im Verkehr.

Zu dem "gemeinsam getragenen Zukunftsplan", der beim Autogipfel mit Herstellern und Zulieferern entwickelt werden soll, gehört laut Altmaier auch ein verstärkter Einsatz von neuen Technologien. "Wir entwickeln gerade auch eine Wasserstoffstrategie, damit wir erneuerbare Energien besser speichern und zum Beispiel auch im Verkehrssektor stärker nutzen können."

Ebenfalls im Gespräch seien finanzielle Hilfen für Zulieferer. "Wenn Verbrennungs- durch Elektromotoren oder Brennstoffzellen ersetzt werden und Batterien ein Drittel der Wertschöpfung ausmachen, verändert das die Zulieferketten ganz grundlegend", sagte der Minister. "Ich sehe den Handlungsbedarf in der Zulieferindustrie und bin bereit tätig zu werden, wenn sich das aus der Diskussion beim Autogipfel ergeben sollte."

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IG-Metall-Chef fordert klare Weichenstellungen

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann forderte vor dem Autogipfel klare Weichenstellungen für die Zukunft der Branche. "Es muss endlich entschieden werden, wie wir bei wichtigen Themen wie dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elekrtoautos oder bei der Batteriezellfertigung in Deutschland vorankommen", sagte der Gewerkschafts-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er rief dazu auf, ein flächendeckendes Schnelllade-Netz zu schaffen. "Das Zielbild ist: Jedes E-Auto kann künftig in wenigen Minuten an jeder Tankstelle aufgeladen werden", führte Hofmann aus. "Die Politik sollte die Stromnetzbetreiber verpflichten, die entsprechenden Netzanschlüsse bereitzustellen."

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