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Minister im Silicon Valley - Altmaier, der Innovationstourist

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Auf der USA-Reise von Wirtschaftsminister Peter Altmaier darf ein Zwischenstopp in Silicon Valley nicht fehlen. Hier erlebt er die Tech-Branche hautnah - und sammelt Inspirationen.

Wirtschaftsminister Altmaier will in Washington die angedrohten US-Zölle auf europäische Autos verhindern. Zuvor hat er sich im Silicon Valley ein Bild der digitalen Zukunft gemacht.

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Zwei ganze Tage hat sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Terminkalender freigeschaufelt. Er will lernen, entdecken, fühlen - und zwar diesen ganz besonderen Spirit. Den Spirit des Silicon Valley, der scheinbar mühelos so vieles möglich macht.

Altmaier testet selbstfahrendes Auto

Und dabei hat Altmaier auch noch Spaß. Er tippt kurz auf seinem Handy, und als kurz darauf ein autonom fahrendes Auto lautlos heranrollt, freut er sich fast wie ein Schuljunge. Damit lässt sich der Wirtschaftsminister eine Viertelstunde durch das Auf und Ab der Straßen San Franciscos fahren. Sein erstes Mal. Niemand sitzt am Steuer, ein Computer übernimmt die Regie.

Karte des Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien
Das Silicon Valley liegt südlich von San Francisco.
Quelle: ZDF

Begeistert steigt Altmaier aus dem Toyota Highlander des kalifornischen Start-ups Zoox aus. Ab hier übernimmt wieder der Kopf: "Wir dürfen uns in Deutschland nicht zurücklehnen, sondern wir müssen Gas geben und dafür sorgen, dass diese neuen Systeme auch in Deutschland mitentwickelt und als erste umgesetzt werden."

Gas geben klappt nicht so

Genau deshalb ist er hier, weil das mit dem Gas geben bisher eben nicht so klappt. Weil Deutschland beim Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz nicht ganz vorne mit dabei ist. Weil Deutschland sogar droht, den Anschluss an die Weltspitze zu verlieren. Das wird dem Wirtschaftsminister in jedem Gespräch klarer. Nicht nur bei den jungen hippen Informatikern, die bei Zoox rund um die Uhr daran arbeiten, das autonom fahrende Auto nächstes Jahr in Serie zu bringen.

Der deutsche Generalkonsul mahnt mehr deutsche Präsenz an, mehr Austausch, damit mehr Deutsche die Möglichkeit bekommen, diesen speziellen Silicon-Valley-Spirit einzuatmen und zurück nach Europa zu exportieren. Deutsche Wirtschaftsvertreter wollen mehr Investitionen, schließlich werde in keiner anderen Gegend der Welt so wagemutig so viel Geld investiert wie im Sillicon Valley (und klar, auch mal verbrannt).

Selbsternannte Evangelisten und Futurologen versuchen es auf der spirituellen Ebene, so wie Pascal Finette, seines Zeichens Entrepreneur: "Jedes Bild, das wir in Deutschland über die Zukunft malen, ist negativ. Ich bin sehr besorgt, dass wir keine positiven Zukunftsvisionen mehr haben." Peter Altmaier schaut zweifelnd.

Vorwärts in Trippelschritten

Der weltweite Erfolg der Tech-Riesen in Silicon Valley, die Innovationskraft der vielen Hundert Start-ups in und um San Francisco scheint ihnen allen recht zu geben. Wenn Kalifornien ein eigenständiges Land wäre, dann wäre es die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Auch in der Google-Zentrale hat Peter Altmaier einen Termin bekommen. Es gibt nun sogar eine Kooperationsvereinbarung über eine Zusammenarbeit des Forschungszentrums Jülich mit dem Tech-Giganten. Gemeinsam will man Quantencomputer entwickeln. Ohne diese superschnellen Computer ist Künstliche Intelligenz undenkbar.

Es geht voran, in Trippelschritten. Ob das reicht, ist fraglich. Peter Altmaiers Fazit nach zwei Tagen Silicon Valley ist jedenfalls ernüchternd: "Wir haben die Digitalisierung noch nicht verinnerlicht."

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