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Wirtschaftsminister in den USA - Altmaier: Unsicherheit ist Gift

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Wirtschaftsminister Altmaier (CDU) will in den USA eine weitere Eskalation der Handelskonflikte verhindern. Im ZDF sagt er, es gebe Chancen für eine Lösung jenseits von Zöllen.

Die Zahl der ungelösten Probleme im transatlantischen Verhältnis sei zuletzt immer größer geworden, sagt Wirtschaftsminister Altmaier. Es gebe eine 50:50-Chance, dass die US-Autozölle kommen. Er habe angeboten, alle Auto-Zölle im US-Handel abzuschaffen.

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Im Handelskonflikt zwischen den USA und der EU versucht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Bewegung in die schwierigen Gespräche zu bringen. Im ZDF heute journal sagte Altmaier, es gehe um zehntausende Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen und deutschen Wirtschaft, das rechtfertige den Einsatz.

Vorschläge für mehr Kooperation

"Es ist wichtig, dass wir reden", sagte Altmaier. Er habe in den USA einige Vorschläge für mehr Kooperation gemacht und er habe den Eindruck, auf offene Ohren gestoßen zu sein. Die ständige Unsicherheit sei Gift für die wirtschaftliche Erholung. Er bezifferte die Chancen für eine Lösung auf 50:50. "Am Ende wird der Präsident entscheiden, und das kann ich natürlich nicht vorhersehen", sagte Altmaier.

US-Präsident Donald Trump hatte eine ganze Reihe von Handelskonflikten vom Zaun gebrochen, darunter auch einen mit der EU. Er sieht sein Land in Handelsfragen benachteiligt. Mitte Mai hatte Trump angedrohte Sonderzölle auf Einfuhren von Autos aus der EU - die besonders deutsche Hersteller treffen würden - für ein halbes Jahr ausgesetzt.

In dieser Zeit soll über ein Handelsabkommen verhandelt werden. Die EU möchte mit den USA eine Vereinbarung schließen, die alle Industriegüter inklusive Automobile beinhaltet. Ziel ist es, Industriezölle auf breiter Front zu senken. Die USA wollen aber auch über Agrarprodukte verhandeln - die EU nicht.

Wachstum abgeschwächt

Am Freitag will der Minister das Mercedes-Werk im US-Bundesstaat Alabama besuchen, um der US-Regierung zu signalisieren, wie wichtig deutsche Investitionen in den Vereinigten Staaten sind. Der Handelskonflikt mit den USA gehört zu den Gründen, warum sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr abschwächt. Unter den Unternehmen herrscht laut Verbänden eine große Unsicherheit, weswegen weniger investiert wird.

In einer Rede beim German Marshall Fund in Washington hatte Altmaier am Mittwoch (Ortszeit) gesagt, er halte eine Verständigung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und der EU bis Ende des Jahres für möglich, wenn der politische Wille da sei.

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