Cerny: Es hat uns schockiert

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Amberger Bürgermeister - Cerny: Es hat uns schockiert

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"Klare Signale": Nach der Prügelattacke von vier jungen Flüchtlingen in Amberg fordert der Bürgermeister der Stadt im heute journal Konsequenzen für die Asylgesetze.

Nach wahllosen Angriffen von alkoholisierten Asylsuchenden auf Passanten in Amberg fordert der Bürgermeister der Stadt, Michael Cerny (CSU), die Abschiebegesetze zu verschärfen. "Ich glaube schon, dass es wichtig ist, dass man klare Signale auch an die jungen Leute gibt, dass das Verhalten hier in Amberg und in Deutschland generell wichtig ist - auch für ihr Asylverfahren insgesamt“, sagte Cerny im heute journal. In dem Zusammenhang sei sowas wie Kriminalität "ein echtes No-Go".

Zuvor hatte schon Innenminister Horst Seehofer (CSU) seine Forderung nach schärferen Abschieberegelungen bekräftigt. FDP und Linke hatten den Vorstoß Seehofers kritisiert.

Sicherheitslage insgesamt positiv

Wir haben uns sowas in Amberg nicht vorstellen können. Und wir brauchen und wollen sowas auch nicht in Amberg sehen.
Michael Cerny (CSU), Amberger Bürgermeister

"Es hat uns schockiert", betonte Cerny. "Wir haben uns sowas in Amberg nicht vorstellen können. Und wir brauchen und wollen sowas auch nicht in Amberg sehen." Die Tat zu verhindern sei dabei kaum möglich gewesen, so Cerny, auch weil die vier Asylbewerber von außerhalb nach Amberg gekommen seien und sich die Sicherheitslage insgesamt positiv entwickelt habe.

Die Reaktionen der Amberger auf den Vorfall fielen sehr unterschiedlich aus, so Cerny. Manche Bürger würden ihm sagen, dass sie Asylbewerber erst einmal meiden würden, so der Bürgermeister. Andere hingegen hätten Verständnis dafür, dass so etwas bei jungen Leuten unter Alkoholeinfluss vorkommen könnte.

Generell wünscht sich Cerny klare Signale im Bereich Ausländerrecht, "aber auf der anderen Seite auch Unterstützung bei der Integration". Das brauche man in den Kommunen, denn man wolle ja für die Talente dieser Welt attraktiv sein.

Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Vier junge Männer aus Afghanistan und dem Iran sollen in der Stadt in der Oberpfalz am Samstag laut Polizei zwölf Passanten verletzt haben, die meisten leicht. Die Asylsuchenden im Alter von 17 bis 19 Jahren sitzen in Untersuchungshaft - vor allem wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung. Zu möglichen Motiven für die Übergriffe machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Die Tatverdächtigen von Amberg haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht in der Stadt gewohnt. Einer kam aus Auerbach in der Oberpfalz (Landkreis Amberg-Sulzbach), einer aus Regensburg. Die zwei anderen hatten zuletzt keinen festen Wohnsitz. Eine rechtsmedizinische Überprüfung des Alters der Männer hielt sich die Ermittlungsbehörde einem Sprecher zufolge offen. Die Opfer der Prügelattacken seien zwischen 16 und 42 Jahre alt. Mehrere Medien berichteten, dass auch ein 13-Jähriger am Bahnhof der Stadt geschlagen worden sei. Der Sprecher wollte die Berichte nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

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