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US-Musikpreise - Politische Töne bei den MTV Music Video Awards

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Die MTV Video Music Awards sind als unbeschwert und poppig bekannt. In diesem Jahr war bereits der rote Teppich vor der Verleihung kritisch gegen die US-Politik. Abräumer des Abends war der US-Rapper Kendrick Lamar.

Es gebe null Toleranz für Hass und Diskriminierung, sagte Paris Jackson, die Tochter des toten US-Popstars Michael Jackson, am Sonntag auf der Bühne in Inglewood in Kalifornien, bevor sie die Auszeichnung für das beste Pop-Video an die US-Band Fifth Harmony überreichte. "Wir müssen standhalten", so Jackson.

Kendrick Lamar räumt ab

Überragender Gewinner des Abends war der US-Rapper Kendrick Lamar, der sechs Auszeichnungen für sein Video zu "Humble" erhielt. Der erst in diesem Jahr neu eingeführte Preis für "Bester Kampf gegen das System", der Musikvideos auszeichnen soll, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen, wurde von Susan Bro überreicht. Ihre Tochter Heather Heyer war bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen bei einer Rassisten-Demonstration in der US-Stadt Charlottesville ums Leben gekommen. "Vor nur 15 Tagen wurde meine Tochter Heather getötet, als sie gegen Rassismus protestierte", sagte Bro.

"Ich vermisse sie, aber ich weiß, dass sie heute Abend hier ist." Die Auszeichnung ging an mehrere Gewinner, unter anderem an US-Sänger John Legend für "Surefire". Moderiert wurde das dreistündige Spektakel von US-Sängerin Katy Perry, die in einem Weltraumanzug auf die Bühne geflogen kam. Auch wenn die letzte Zeit "schrecklich" gewesen sei, bringe Musik die Menschen zusammen, sagte Perry. "Auch während der Apokalypse verdienen wir einen großartigen Soundtrack."

Auftritte gab es von Kendrick Lamar, dem britischen Sänger Ed Sheeran und Moderatorin Katy Perry, die ihr neues Lied "Swish Swish" gemeinsam mit US-Rapperin Nicki Minaj präsentierte. Vor allem auf dem roten Teppich äußerten viele der Prominenten auch Kritik gegen die derzeitige Politik in den USA. Musiker und Produzent Jack Antonoff posierte auf dem rotem Teppich mit einem Transgender-Militärmitarbeiter und sagte, es wäre "absolut wahnsinnig" diese nicht zu unterstützen, nachdem US-Präsident Donald Trump entschieden hatte, dass sich Transgender nicht mehr für den Militärdienst bewerben dürfen. Die Entscheidung sei widerlich, sagte Antonoff.

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