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Nächstes Ziel Mars? - Der Mond ist nicht genug

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Amerika feiert seine Reise zum Mond. Gleichzeitig beginnt die Diskussion um ein neues Weltraum-Programm und ein noch weiter entferntes Ziel.

Mehr als eine halbe Milliarde Menschen hat vor dem Fernseher die Mondlandung der „Apollo 11“ mitverfolgt. 50 Jahre nach diesem historischen Meilenstein feiern die USA das Jubiläum.

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Es herrscht Gedränge vor dem Museum für Luft- und Raumfahrt in Washington, D.C. Der Anziehungspunkt: der restaurierte Raumanzug von Neil Armstrong. Man muss Schlange stehen, um ein Selfie zu machen. Amerika feiert seine Reise zum Mond - und ein bisschen auch sich selbst. Auf der Mall, der Parkstrecke vor dem Kapitol, schwitzen Großeltern mit ihren Enkeln. Über Washington gibt’s dieses Wochenende eine Hitzewarnung. Egal, die Handschuhe eines Astronauten kann man nicht alle Tage ausprobieren.

Die amerikanische Hauptstadt und ihre Gäste feiern 50 Jahre Mondlandung. "Ich konnte nicht glauben, dass das in meinem Leben passiert. Ich hatte davon während meiner ganzen Kindheit geträumt. Ich war vollkommen begeistert", sagt Christa Weems dem ZDF-Team. Mit tränenerstickter Stimmen ergänzt Bruce Jolly: "Es war einfach ein Wunder. Ich saß da nur und habe - wie jetzt auch wieder - geschluckt. Es war toll! Ich bin so stolz."

Amerika feiert seine Helden

Neil Armstrong, Buzz Aldrin, Michael Collins - diese Helden feiert Amerika heute: Vor 50 Jahren landete nach viertägiger Reise ihr Landemodul auf dem Mond: "The Eagle has landed." Michael Collins, einer der Astronauten, sagt heute: "Wir als Crew haben das Gewicht der Welt auf unseren Schultern gespürt. Wir wussten, dass jeder auf uns schaut, Freund und Feind. Deswegen wollten wir unbedingt unser Bestes geben."

Mehr als eine halbe Milliarde Erdenbürger schauten zu, als Commander Armstrong aus der Kapsel stieg - der erste Mensch auf einem fremden Himmelskörper. "Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit," gibt er an die Erde durch. Das Wettrennen im Kalten Krieg mit der UdSSR um den Mond haben die USA gewonnen.

Buzz Aldrin fordert Trump heraus

50 Jahre später lässt sich US-Präsident Donald Trump einen PR-Termin mit den noch lebenden Astronauten nicht nehmen. Buzz Aldrin fordert Trump - das hatte dieser wohl nicht erwartet - heraus: "Ich bin enttäuscht. Die Fortschritte von damals sind eingeschlafen." Richtig ist, seit dem Ende der Apollo-Missionen im Jahr 1972 ist kein Mensch mehr auf dem Mond gewesen.

Präsident Trump will nun wieder ein Weltraum-Programm anschieben. Beim Fototermin im Oval Office am Freitag spricht er von "Glamour", den seine Regierung zur Basis Cape Canaveral zurückgebracht habe. Kein Gras überwuchere dort heute mehr die Anlagen. "Wir gehen wieder zum Mond," sagt Trump, "und noch wichtiger, weiter zum Mars. Das ist ganz besonders wichtig für die Verteidigung. Ja, wir werden die Space Force, die Teilstreitkraft im Weltraum angehen."

Ein neues Weltraum-Programm

Bis 2024, so Trumps Ziel, wollen die USA wieder auf dem Mond sein. Wie das gelingen soll, ist allerdings noch unklar. Trump hat zwar den Kongress für den nächsten Haushalt um gut anderthalb Milliarden Dollar mehr gebeten. Doch ein neues Weltraum-Programm würde zwischen rund 20 und 30 Milliarden Dollar kosten.

Auch gibt es einen Dissens darüber, ob man direkt zum Mars fliegen soll oder die Zwischenstation Mond einlegen soll. Der Konflikt wird am Freitag direkt im Oval Office deutlich. Der ehemalige Apollo-11-Astronaut Michael Collins fordert "Mars direct!". Der Nasa-Administrator im Weißen Haus, Jim Bridenstine, wehrt ab und plädiert dafür, zuerst eine Basisstation auf dem Mond aufzuschlagen. Trump reagiert ungeduldig, steht eher an der Seite der Astronauten.

Washington feiert die Mondlandung
Washington feiert die Mondlandung
Quelle: ap

Am Freitagabend erleben die Amerikaner den Start der Saturn-Rakete nochmal: mit einer Lichtprojektion auf das Washington Monument. Fast scheint es, als sehnten sie sich nicht nur nach einer weiteren Mondmission. Sondern vor allem nach der guten alten Zeit - von vor 50 Jahren.

Mehr zur Mondlandung auf unserer Themenseite

Astronaut auf dem Mond

Nachrichten - 50 Jahre nach der Mondlandung

Historischer Moment: Am 21. Juli 1969 betraten die ersten Menschen den Mond.

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