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IS-Hochburg in Syrien - UN fordern Feuerpause für Rakka

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Die UN haben von den Konfliktparteien eine Feuerpause für die heftig umkämpfte syrische Terroristenhochburg Rakka gefordert. Hunderte Zivilisten sind dort seit Juni durch die eskalierende Gewalt ums Leben gekommen. Amnesty International spricht von einer blutigen Tragödie.

Im Norden Iraks ist eine der letzten von der Terrororganisation IS gehaltenen Regionen unter Dauerbeschuss der irakischen Armee. ZDF-Korrespondent Uli Gack berichtet, Iraks Armee will „das letzte Aufgebot des IS im Irak“ bei Tal Afar vernichten.

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Während die Waffen ruhten, sollten Zivilisten aus den fünf noch von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beherrschten Stadtteilen fliehen, erklärte der humanitäre Berater der UN für Syrien, Jan Egeland, an diesem Donnerstag in Genf.

Die Bevölkerung sei im Zuge der Kämpfe um die Kontrolle der Stadt von allen Seiten unter Beschuss geraten, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Mehrere Tausend Männer, Frauen und Kinder könnten nicht aus Rakka fliehen, warnte Amnesty in London. Sie säßen in einem "tödlichen Labyrinth" fest. Die Zivilisten seien Angriffen "von allen Seiten" ausgeliefert, und der IS töte Menschen, die flüchten wollten, durch Scharfschützen.

Zivilisten als "menschliche Schutzschilde" missbraucht

Die Terroristen hätten auch Sprengfallen errichtet, um Fluchtversuche aus ihrer "Hauptstadt" zu unterbinden, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Der IS missbrauche Einwohner als menschliche Schutzschilde.

Zudem müssten die Menschen den Dauerbeschuss mit Artillerie der vorrückenden Rebellengruppe SDF und die Luftangriffe der US-Streitkräfte erdulden. Die Truppen des Diktators Baschar al-Assad wiederum setzten bei ihren Angriffen auf
Rakka die international geächteten Streubomben ein.

Im Juni begannen die SDF-Rebellen und weitere Gruppen mit US-Hilfe den Angriff auf Rakka. Zudem griffen Assad-Truppen ein. Der so genannte "Islamische Staat" hatte weite Teile Syriens erobert, befindet sich aber auf dem Rückzug. In Syriens Bürgerkrieg kämpfen Assad, Rebellen und Terrormilizen um die Macht. Seit 2011 starben Hunderttausende Menschen. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht.

Amnesty appelliert an die Konfliktparteien, Zivilisten vor Angriffen zu schützen und sichere Fluchtwege aus dem Kampfgebiet zu gewähren. Die genaue Zahl der Zivilpersonen, die in Rakka festsitzen, ist nicht bekannt. Schätzungen der Vereinten Nationen reichen von 10.000 bis 50.000.

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