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Mindestens 115 Tote bei Protesten

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Amnesty zur Lage in Iran - Mindestens 115 Tote bei Protesten

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Laut Angaben von Amnesty International werden bei den Protesten in Iran immer mehr Menschen getötet. Nun sollen es schon über 100 sein. Die Regierung schweigt sich aus.

Eine abgebrannte Tankstelle im Iran. Archivbild
Eine abgebrannte Tankstelle im Iran. Archivbild
Quelle: Abdolvahed Mirzazadeh/ISNA/AP/dpa

Iranische Sicherheitskräfte haben bei den landesweiten Protesten nach Informationen von Amnesty International mindestens 115 Menschen getötet. Diese Angaben gingen auf glaubhafte Berichte zurück, teilte die Menschenrechtsorganisation am Samstag auf Twitter mit. "Wir glauben, dass die Zahlen weitaus höher sind, und wir setzen die Untersuchungen fort", hieß es weiter. Amnesty forderte alle Staaten auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Derweil meldet die Nachrichtenagentur AP, dass Iran die Verbindung zum Internet großenteils wiederhergestellt habe. Das berichte die Gruppe Netblocks. Die Anbindung habe am Samstagnachmittag plötzlich etwa 60 Prozent erreicht, teilte Netblocks mit. "Der Internetzugang wird im #Iran nach einer einwöchigen Internetblockade angesichts verbreiteter Proteste wieder hergestellt", twitterte Netblocks.

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Iranische Sicherheitskräfte haben bei den landesweiten Protesten nach Informationen von Amnesty International mindestens 115 Menschen getötet. Diese Angaben gingen auf glaubhafte Berichte zurück, twitterte die Menschenrechtsorganisation.

"Wir glauben, dass die Zahlen weitaus höher sind, und wir setzen die Untersuchungen fort", hieß es. In Iran hatten Menschen tagelang und landesweit gegen eine Erhöhung der Benzinpreise protestiert. Die Regierung verfolgt laut Beobachtern eine "Schweigepolitik".

Breite Proteste im Iran gegen Benzinrationierung.
Bei den Protesten im Iran gegen Benzinrationierung gab es laut Beobachtern unzählige Tote.
Quelle: Vahid Salemi/AP/dpa

Die iranische Führung gab nicht an, wie viele Menschen bei den Protesten getötet und verletzt worden sind. Die Regierung verfolgt aus Sicht von Beobachtern eine "Schweigepolitik". Sie wolle die wahren Opferzahlen nicht nennen, um weitere Spannungen im Land zu vermeiden. Der Zugang zum Internet wurde außerdem tagelang gesperrt, um zu verhindern, dass Informationen sowie Bilder von den Unruhen die Runde machen.

Iran unterstellt USA und Israel Ansteckung

"Die Anführer der Unruhen sind in den Großstädten bereits identifiziert und verhaftet worden, und das war mit ein Grund für das Ende der Unruhen", sagte der IRGC-Sprecher Ramesan Scharif am Donnerstag. Laut Scharif war es in 100 Städten zu "kleineren und größeren Zwischenfällen" gekommen.

Scharif unterstellte den USA und Israel, hinter den Unruhen gesteckt zu haben. Finanziert worden seien die Anführer der Proteste von den Monarchisten, "die sich für den Sturz des Schah-Regimes rächen wollen", sagte der IRGC-Sprecher.

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