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Bildungsdefizite - Dreimal so viele Analphabeten in Krisengebieten

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Fast jeder dritte junge Mensch in von Konflikten und Katastrophen heimgesuchten Ländern kann weder lesen noch schreiben. UNICEF warnt vor den Folgen.

Archiv: Eine Frau läuft zu Fuß, Esel stehen im Schatten unter einem Baum, aufgenommen am 18.04.2012 im Tschad, Afrika
33 Prozent von jenen, die in notleidenden Regionen lebten, haben laut UNICEF keine Möglichkeiten, auch nur Grundlagen zu lernen, bei den Jungen seien es 24 Prozent. Quelle: ap

In Krisenregionen können nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF 59 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren weder lesen noch schreiben. Fast drei von zehn jungen Menschen seien hier Analphabeten, teilte UNICEF mit. Damit liege in Regionen, die unter Kriegen oder Katastrophen litten, die Analphabetenrate drei Mal so hoch wie weltweit.

Zu den Ländern mit den höchsten Analphabetenraten unter jungen Menschen zählten Niger (76 Prozent), der Tschad (69 Prozent), Südsudan (68 Prozent) und die Zentralafrikanische Republik (64 Prozent), teilte UNICEF mit. Dies seien alles Staaten mit einer langen Phase der Instabilität und viel Armut.

UNICEF: Regierungen müssen handeln

UNICEF-Geschäftsführerin Henrietta Fore sagte: "Diese Zahlen sind eine starke Mahnung und zeigen den tragischen Einfluss, den Krisen auf die Bildung von Kindern, ihre Zukunft und die Stabilität und das Wachstum ihrer Wirtschaftsysteme und Gemeinschaften haben." Ein Kind ohne Bildung, das in einem solchen Land aufwachse, habe meist nur wenig Chancen. Besonders benachteiligt seien Mädchen und junge Frauen. 33 Prozent von jenen, die in notleidenden Regionen lebten, hätten keine Möglichkeiten, auch nur Grundlagen zu lernen, bei den Jungen seien es 24 Prozent.

UNICEF forderte die Regierungen auf, die Bildungskrise zu bekämpfen. Jungen Menschen müsse Zugang zu frühen Bildungsprogrammen geboten werden, um ihre Entwicklung zu unterstützen. Die Investitionen in Bildung müssten steigen. "Bildung kann die Zukunft eines Kindes erzeugen oder zerstören", sagte Fore. Es sei wichtig für alle Kinder, so früh wie möglich die beste Bildung zu bekommen.

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