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Analyse der Bundesagentur - Immer mehr Pflege-Jobs unbesetzt

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Schon lange gibt es in der Altenpflege viel mehr offene Stellen als Bewerber. Die Politik hat Hilfe versprochen. Die ist aber bis jetzt noch nicht angekommen.

In der Altenpflege fehlen weiter Fachkräfte. Archivbild.
In der Altenpflege fehlen weiter Fachkräfte. Archivbild.
Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Altenpflegeheime müssen sich wohl vorerst weiter auf Probleme bei der Besetzung freier Pflege-Jobs einstellen. Der Fachkräftemangel in der Branche habe zuletzt weiter zugenommen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.

In keinem Bundesland gebe es rechnerisch ausreichend arbeitslose Bewerber, um damit die gemeldeten Stellen besetzen zu können, heißt es in einer Analyse der Behörde. Inzwischen dauere es 183 Tage, bis Heimbetreiber eine frei gewordene Pflegestelle neu besetzt hätten.

Viele freie Stellen, wenige Interessenten

Nach Bundesagentur-Angaben seien im Jahresdurchschnitt 2018 knapp 3.100 arbeitslose Altenpfleger auf Jobsuche gewesen. Es habe aber insgesamt rund 15.300 freie Stellen gegeben.

Ebenfalls schwierig, wenn auch nicht ganz so dramatisch, sei die Situation bei Krankenpflegern. Auch hier stellte die Bundesagentur für Arbeit einen großen Bedarf an Fachkräften fest. Im Durchschnitt seien 2018 rund 6.000 arbeitslose und besonders spezialisierte Krankenpfleger registriert gewesen. Gesucht wurden von Kliniken aber 14.900.

Weniger Teilzeit, mehr Pflegekräfte aus dem Ausland

Ein Teil des Fachkräfteproblems könnte nach Einschätzung der Bundesagentur dadurch gelöst werden, dass Teilzeitbeschäftigte in der Pflege dazu ermuntert werden sollten, ihre Arbeitszeit zu verlängern. In der Altenpflege arbeiteten nach Bundesagentur-Angaben im Juni vergangenen Jahres 56 Prozent in Teilzeit, in der Krankenpflege 44 Prozent. In allen anderen Berufen liegt dieser Anteil dagegen im Schnitt nur bei 28 Prozent.

Darüber hinaus setzt die Bundesagentur verstärkt auf die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte. Im Rahmen des Programms "Triple Win" wirbt die Behörde seit 2013 Pfleger aus Bosnien-Herzegowina, Serbien, den Philippinen und Tunesien an. Seit dem Start des Projekts seien bereits 2.000 Pflegekräfte an deutsche Pflegeheime vermittelt worden, teilte die Behörde mit. Bis Jahresende sollen es 3.000 sein.

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